Gut zu Wissen

Papiernachweise nur noch auf Anforderung

Seit dem Jahr 2018 müssen Steuerpflichtige für ihre Einkommensteuererklärung keine Belege mehr zum Finanzamt schicken. Statt der bisherigen generellen Belegvorlagepflicht gilt nun die  Belegvorhaltepflicht. Damit sollen Bearbeitungsprozesse beschleunigt werden.

Das heißt: Spendenquittungen oder Zuwendungsbescheinigungen müssen der Einkommenssteuererklärung nicht mehr beigefügt werden. Spenden und Mitgliedsbeiträge bis 200 Euro pro Jahr werden ohne Belege steuerlich berücksichtigt. Nachweise für bezahlte Mitgliedsbeiträge wollen die Finanzämter nur noch auf besondere Anforderung sehen. Deshalb erstellt der SoVD nur in diesen wenigen Prüffällen Zuwendungsbescheinigungen.
Eine automatische Zusendung erfolgt künftig nicht. Das spart Verwaltungskosten und Zeit.

Wer auf seine gewohnten Papierbelege nicht verzichten möchte, kann sich hier ein Formular für den vereinfachten Steuernachweis herunterladen, ausfüllen und gemeinsam mit dem Kontoauszug beim Finanzamt einreichen

Festgehalten ist diese moderne Regelung im Paragraph 50 Zuwendungsbestätigung der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV 1955).

Quelle: www.gesetze-im-internet.de/estdv_1955/__50.html

SoVD begrüßt Abschaffung des Wahlrechtsausschlusses

Das wurde auch Zeit!“ Mit diesen deutlichen Worten kommentiert Adolf Bauer die heute im Niedersächsischen Landtag beschlossene Abschaffung des Wahlrechtsausschlusses. Damit dürfen zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 auch Menschen mit Behinderung, die in allen Angelegenheiten voll betreut werden, ihre Stimme abgeben. 

Mehr dazu finden Sie in dieser Pressemitteilung.

Psychosoziale Versorgung - Beratungsstellen

Das Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover hat eine Übersicht über Hilfsangebote von Beratungsstellen für Psychosoziale Versorgung herausgegeben.

Hier finden Sie den Flyer.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Als Niedersachsens größter Sozialverband macht sich der SoVD seit vielen Jahren für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung stark – sowohl auf politischer Ebene als auch ganz individuell im Rahmen der Sozialrechtsberatung.

Für Fragen, die über den Rechtsberatungsbedarf hinausgehen, bietet der SoVD zusätzlich mit der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) eine niedrigschwellige Beratung auf Augenhöhe. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Menschen, die von Behinderung bedroht sind. Dabei gibt die EUTB Rat und Orientierung ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen – egal, ob es um Arbeit, Schule, Freizeit, barrierefreies Wohnen oder andere Themen geht.

Das Beste daran: Die EUTB ist kostenlos, barrierefrei und unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Man muss nicht einmal Mitglied im SoVD sein, um die Beratung der EUTB in Anspruch zu nehmen.

Der SoVD hat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Zuschlag für insgesamt neun EUTB-Beratungsstellen in ganz Niedersachsen bekommen.

Standorte und Kontakt.

Ergänzend möchten wir darauf hinweisen, das diesbezügliche Sprechzeiten auch im Rathaus Isernhagen in Altwarmbüchen jeweils am letzten Montag im Monat in der Zeit von 09.30 - 11.30 Uhr vom Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) angeboten werden.

DB-Mobilitätsservice-Zentrale unterstützt Reisende bei der gesamten Planung ihrer Bahnreise

Die Deutsche Bahn (DB) unterstützt Menschen mit Mobilitätseinschränkungen mit umfangreichen Dienstleistungen. Die Mitarbeiter der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) helfen bei der Planung und Durchführung einer Reise.

Mehr dazu finden Sie hier.

Übernahme von Fahrkosten erleichtert

Die Kosten für Krankenfahrten zu ambulanten Behandlungen können seit Jahresbeginn 2019 auch ohne vorherige Genehmigung der Krankenkasse übernommen werden. Darauf weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen hin. Für schwerbehinderte Versicherte mit den Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung), Bl (Blindheit) oder H (Hilflosigkeit) sowie für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 genügt dafür ab sofort bereits die ärztliche Verordnung. 

Lediglich beim Pflegegrad 3 wird zusätzlich die dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität geprüft. „Die Gesetzesänderung spart den Betroffenen viel Zeit und bürokratischen Aufwand“, betont SoVD-Beraterin Katharina Lorenz. Gerade, wenn es mal schnell gehen musste – etwa bei akuten Notfällen – konnte es für die Versicherten bisher teuer werden: „Fehlte die Genehmigung der Krankenkasse bei Fahrtbeginn, wurden die Fahrkosten nachträglich nicht erstattet“, so Lorenz. Der SoVD begrüße die neue Regelung daher ausdrücklich.

„Sie gilt für alle Fahrten zu ambulanten ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlungen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Pkw, Mietwagen oder Taxis durchgeführt werden“, erläutert die Beraterin. Für Fahrten mit einem Krankenwagen bestehe dagegen auch weiterhin eine Genehmigungspflicht.

Unverändert gilt, dass Ärzte und Zahnärzte eine Fahrt nur dann verordnen dürfen, wenn dafür ein zwingender medizinischer Grund vorliegt. Bei der Entscheidung über das erforderliche Fahrzeug muss das Wirtschaftlichkeitsgebot genauso beachtet werden wie der Gesundheitszustand und die Gehfähigkeit des Versicherten.

Bei allen Fragen rund um die Themen Behinderung und Pflege helfen die SoVD-Berater in ganz Niedersachsen. Eine Übersicht über die Beratungszentren gibt es hier.

Europawahl 2019

Informationen des SoVD rund um die Europawahl 2019 unter diesem Link.

Die EU ist auch eine Werteunion. Dazu gehören ebenfalls Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.  Der Sozialpolitische Ausschuss im SoVD-Bundesverband (SPA) bezieht im Vorfeld der Europawahlen Position mit einem wichtigen Impulspapier.

Mehr dazu finden Sie hier.

SNUB Beschwerdestelle hilft behinderten Menschen bei Problemen mit Bus und Bahn

Menschen mit Behinderungen, die sich im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht barrierefrei bewegen können oder sich diskriminiert fühlen, aber mit ihrer Beschwerde beim Verkehrsunternehmen kein Gehör finden, können sich ab Januar 2019 an eine landesweite Beschwerdestelle wenden.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat die in Hannover ansässige SNUB – die Nahverkehr-Schlichtungsstelle e.V. – mit den Aufgaben einer zentralen Beschwerde- und Clearingstelle für Barrierefreiheit im ÖPNV betraut. „Die SNUB hat fundiertes Know-how in der Nahverkehrsbranche, gleichzeitig verfügt sie über langjährige Erfahrungen in Schlichtungsverfahren“, begründet LNVG-Chefin Carmen Schwabl die Auswahlentscheidung.

Den politischen Hintergrund für die Betrauung bildet ein Beschluss der niedersächsischen Landesregierung vom 23. Dezember 2016. Das Kabinett hatte zwecks Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einen „Aktionsplan Inklusion“ beschlossen. Im Bereich Mobilität sollte eine Clearing- und Beschwerdestelle für Barrierefreiheit im ÖPNV eingerichtet werden.

Gibt es zum Beispiel für Rollstuhlnutzer keinen barrierefreien Einstieg in den Bus bzw. die Straßenbahn, oder erhalten Fahrgäste mit starker Sehbehinderung während ihrer Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln keine hörbaren Informationen zu den Haltestellen, kümmert sich SNUB um erfolglose Beschwerden und vermittelt gegebenenfalls zwischen Unternehmen und Beschwerdeführer. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. „Das spart Zeit, Geld und Nerven. Auch so manches Klageverfahren erübrigt sich“, unterstreicht SNUB-Schlichterin Claudia Errington. Die Juristin ist seit der Gründung der SNUB im Jahr 2011 mit dabei, verfügt über fundierte Branchenkenntnisse und ist sehr gespannt auf die neuen Herausforderungen.

Gründungsmitglieder der SNUB sind der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie zahlreiche Unternehmen, die in Niedersachsen und Bremen ÖPNV mit Bussen und Stadtbahnen anbieten.

Postalisch erreichbar ist SNUB unter Postfach 6025, 30060 Hannover, über e-mail: mailto:kontakt(at)nahverkehr-snub.de und per Telefax: 0511-1668 96 2000.

Für Beschwerden zu den Bahnhöfen der DB Station & Service AG wie auch zum Nah- und Fernverkehr der DB AG bleibt weiter die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz in Berlin verantwortlich (e-mail: info(at)schlichtungsstelle-bgg.de, Tel. 030/18527 2805, Fax 0 30 18 527-2901 oder postalisch unter Mauerstraße 53 in 10117 Berlin).

Pflege: Ab 2019 einfacher in Kur gehen

Angehörige zu Hause zu pflegen, ist für viele Betroffene belastend – körperlich und auch seelisch. Um für Entlastung zu sorgen, gibt es spezielle Reha-Maßnahmen. Zum 1. Januar 2019 soll es leichter werden, diese zu beantragen. Darauf weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen hin.

Für 85 Prozent der betroffenen Angehörigen bestimmt die Pflege den Alltag. Die Hälfte von ihnen kümmert sich sogar mehr als zwölf Stunden am Tag um den Pflegebedürftigen. Das geht aus dem aktuellen Pflegereport der Barmer hervor: Viele Angehörige seien an der Belastungsgrenze angekommen.

Um eine Auszeit vom Pflegealltag nehmen zu können, gibt es spezielle Reha-Maßnahmen. Das Problem bislang: Es müssen alle ambulanten Versorgungen am Wohnort ausgeschöpft werden, damit eine stationäre Kur genehmigt wird. Das ändert sich zum 1. Januar. Dann können pflegende Angehörige eine stationäre Reha in Anspruch nehmen, auch wenn ambulante Maßnahmen ausreichend wären.

„Gerade für diejenigen, die durch die Pflege sehr belastet sind, ist die Änderung wichtig. Viele von ihnen konnten ambulante Reha-Leistungen nicht in Anspruch nehmen, weil es die familiäre Situation vor Ort nicht zugelassen hat“, sagt SoVD-Beraterin Katharina Lorenz. Ab 2019 müsse die  Krankenkasse dafür sorgen, dass der Pflegebedürftige während einer stationären Kur untergebracht wird. Bislang mussten sich die Angehörigen selbst kümmern. „Das ist für viele eine große Erleichterung“, so Lorenz.

Wer als pflegender Angehöriger eine stationäre Reha antreten möchte, muss sich diese vom Arzt verordnen lassen und sie bei der Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger beantragen. Dabei helfen die SoVD-Berater in ganz Niedersachsen. Eine Übersicht über die Beratungszentren gibt es unter www.sovd-nds.de.

Bundesgerichtshof urteilt über unklare Patientenverfügung

Der Bundesgerichtshof hat die Anforderungen an eine Patientenverfügung konkretisiert. In dem Fall ging es um eine Frau, die seit zehn Jahren im Wachkoma lag. Ihr Sohn hatte auf Basis ihrer Patientenverfügung dafür geklagt, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden. Letztlich stärkte der Bundesgerichtshof eine Entscheidung des Landgerichtes, das dem Sohn Recht gab. 

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Schlafplätze schützen vor Tod in der Kälte - Mehr Notunterkünfte für obdachlose Menschen

Die Zahl obdachloser Menschen in Deutschland wächst seit Jahren. Mit Beginn der kalten Jahreszeit haben sich vor allem Großstädte darauf vorbereitet, Betroffene vor dem Kältetod zu bewahren. Denn die eisigen Temperaturen werden schnell zur Lebensgefahr. Auch die Aufmerksamkeit jedes Einzelnen kann helfen.

In Deutschland sind mindestens 860 000 Menschen wohnungslos – Tendenz steigend. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. prognostizierte in ihrer neuesten Erhebung einen Anstieg auf 1,2 Millionen Menschen bis Jahresende. Allein in Hamburg sind rund 2000 Menschen ohne Wohnung. Die Hansestadt hat für diese Menschen 760 zusätzliche Übernachtungsplätze geschaffen.

Auch in Berlin ist Obdachlosigkeit ein wachsendes Problem, das im Stadtbild zunehmend sichtbar wird. In der Hauptstadt leben etwa 6000 bis 10 000 Menschen dauerhaft auf der Straße. Unter den Obdachlosen gibt es mehr junge Menschen, mehr Frauen und auch mehr Menschen mit Behinderung als in früheren Jahren. Für sie halten Kirchen und andere soziale Träger rund 1000 Schlafplätze bereit.

Vielerorts fahren außerdem sogenannte Kältebusse. Sie versorgen Obdachlose mit warmen Getränken, Decken oder Schlafsäcken. In manchen Städten helfen sie, Personen auf der Straße in Notunterkünfte zu bringen.

Hilfseinrichtungen mahnen zur Achtsamkeit, die helfen kann, Leben zu retten: Wem eine obdachlose Person auffällt, der kann diese ansprechen und fragen, ob er den Kältebus rufen soll. Telefonnummern der jeweiligen Kältehilfen sind unter anderem im Internet zu finden. Im akuten Notfall ist die 112 zu wählen.

Gutes Wohnen. Überall! Für alle!

Die Wohnungsfrage wird immer mehr zur sozialen Frage. Denn die Sorge, kein bezahlbares Zuhause mehr zu finden, treibt immer mehr Menschen um. Insbesondere Arbeitssuchende, Rentnerinnen und Rentner, Alleinerziehende sowie Menschen mit Behinderungen müssen um bezahlbaren Wohnraum konkurrieren. Eine beschämende Situation, findet der SoVD. Deshalb wollen wir regelmäßig über das Thema informieren und unsere Lösungsvorschläge vorstellen.

Hier finden Sie mehr.

Neuer Freibetrag bei Grundsicherung

Wenn die Rente zum Leben nicht reicht, können Betroffene zur Aufstockung Grundsicherung beantragen. Bislang wurden zusätzliche Einkünfte – zum Beispiel aus einer Riester-Rente – voll auf die Grundsicherung angerechnet. Im Bereich der Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten hat sich das nun geändert: Betroffene dürfen bis zu 100 Euro monatlich behalten.

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Gesetz zur befristeten Teilzeit beschlossen

Das Bundeskabinett hat dem Gesetzentwurf zur Einführung der Brückenteilzeit zugestimmt. Ab 2019 können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Vollzeit für einen Zeitraum von 1 bis 5 Jahren in Teilzeit gehen. Anschließend sollen sie auf eine Vollzeitstelle zurückkehren können. 

Das Gesetz soll verhindern, dass Angestellte in der sogenannten „Teilzeitfalle“ landen und nach dem Wechsel in Teilzeit keine Vollzeitstelle mehr bekommen. Nach Ansicht von Arbeitsminister Hubertus Heil trägt das Gesetz so zur Gleichstellung von Frauen und zur Vermeidung von Altersarmut bei. Außerdem sichere es Fachkräfte. 

Nicht alle profitieren vom Gesetz
Die neuen Ansprüche werden jedoch nicht allen Beschäftigten nutzen. Uneingeschränkt gilt das Gesetz nur in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeitenden. In Betrieben mit 46 bis 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann jeder 15. das Gesetz geltend machen. Bei einer Belegschaft von 150 dürften beispielsweise 10 Beschäftigte in Brückenteilzeit gehen. 

Bei kleineren Betrieben mit weniger als 45 Beschäftigten gilt dieser Anspruch nicht. Etwa die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung wird deshalb von dem neuen Gesetz nicht profitieren. 

Generell ist die Brückenteilzeit nur für Mitarbeitende möglich, die seit mindestens sechs Monaten im Unternehmen sind. Außerdem muss sie mindestens drei Monate im Voraus beantragt werden. 

Schwerhörigkeit wird oft erst spät erkannt

Studien belegen, dass Hörgeräte länger geistig fit halten – moderne Apparate ermöglichen Teilhabe

Ob im Restaurant, bei Familienfeiern oder in einfachen Alltagssituationen – wo viele Personen und Nebengeräusche aufeinandertreffen, fällt es Menschen mit Hörminderung oft besonders schwer, Gesprächen zu folgen. Selbst daran teilzunehmen kann für Betroffene eine unüberwindbare Hürde darstellen. Wenn sie unbehandelt bleiben, können Höreinschränkungen deshalb begünstigen, dass Menschen im Alter vereinsamen oder ihre geistigen Fähigkeiten nachlassen. Auch Unfälle und Stürze lassen sich häufig auf ein vermindertes Hörvermögen zurückführen. Hörgeräte können hingegen helfen, geistig länger fit zu bleiben, was auch Studien immer wieder belegen.

Ältere Menschen leiden häufiger als junge Menschen unter Hals-Nasen-Ohren-ärztlichen Problemen, allen voran an der sogenannten Altersschwerhörigkeit. Diese tritt meistens beidseitig auf.

Hörminderung beginnt mit Verlust der höheren Töne
Jeder dritte Mensch im Alter von 65 Jahren ist davon betroffen. Anfangs bezieht sich die Hörstörung nur auf die hohen Frequenzen wie etwa Vogelgezwitscher. Bei fortgeschrittener Schwerhörigkeit fällt es den Betroffenen dann zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen.

Obwohl dies gemeinhin bekannt ist, werden jedoch Hörstörungen im Alter nicht oder erst spät erkannt und behandelt. Dabei spielt eine Rolle, dass Betroffene den schleichenden Hörverlust nicht wahrhaben wollen oder ihre Umgebung die Veränderung nicht erkennt.

Die unbehandelte Hörbeeinträchtigung kann schwerwiegende Folgen haben: Viele ältere Menschen reagieren darauf mit sozialem Rückzug. Die Beeinträchtigung belastet nicht nur die Psyche, was sich in der Entwicklung von Depressionen zeigen kann. Auch die geistigen Fähigkeiten können nachlassen. Entsprechende Studien zeigten immer wieder auf, dass Menschen mit Hörstörungen häufiger eine demenzielle Erkrankung entwickeln.

Hörgeräte können ältere Menschen dabei unterstützen, wieder stärker an der Gesellschaft teilzuhaben. Die heutigen digitalen Geräte sind technisch so ausgereift, dass die meisten Betroffenen sie nach einer schrittweisen Eingewöhnung dann auch regelmäßig nutzen.

Nicht für alle Schwerhörigen ist ein konventionelles Luftleitungshörgerät angemessen und ausreichend, insbesondere wenn die Innenohrschwerhörigkeit sehr weit fortgeschritten ist. Dann können sogenannte Cochlea-Implantate erforderlich werden. Die Geräte, die über ein Mikrofon den Schall aufnehmen und die Signale elektrisch auf den Hörnerv übertragen, wurden eigentlich für taube Kinder entwickelt. Jetzt finden sie auch bei älteren Menschen Verwendung.

Wann sollte man einen Hörtest machen lassen?
Alarmierend: Nach Schätzungen des Bundes für Schwerhörige sind weniger als 50 Prozent der mittel- bis hochgradig Schwerhörigen in Deutschland mit einem Hörgerät versorgt. Doch wann sollte man einen Hörtest machen?
Einige Anhaltspunkte:

  • Sie wurden mehrfach von Familie oder Freunden darauf aufmerksam gemacht, dass Sie schlecht hören.
  • Sie erhöhen die Lautstärke Ihres Fernsehers oder Radios plötzlich mehr als sonst.
  • Bei lauten Umgebungsgeräuschen können Sie kaum einer Unterhaltung folgen.
  • Ihnen kommt es so vor, dass Menschen, mit denen Sie sich unterhalten, undeutlich sprechen, und Sie müssen diese oft um eine Wiederholung bitten.
  • Leises Sprechen können Sie nur schwer verstehen.
  • Sie verstehen Männer- besser als Frauenstimmen.

Ob Sie an einem Hörverlust leiden, kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) diagnostizieren.

Durch einen Hörtest (auch Audiometrie genannt) bestimmt er den eventuellen Grad der Schwerhörigkeit und stellt Ihnen gegebenenfalls eine Bescheinigung darüber aus.

Hörsturz vorbeugen in der Reisesaison

Im Flugzeug Tricks und Maßnahmen anwenden, um das Mittelohr besser zu belüften 

Bald ist Urlaubszeit, und viele Menschen fliegen mit dem Flugzeug zu den Zielen für die oft schönsten Wochen des Jahres. Doch was, wenn nach dem Flug ein störendes Rauschen oder ein anhaltendes Druckgefühl im Ohr die Urlaubsgefühle trübt?
So viel vorab:
Wenn nach einem Flug über einen längeren Zeitraum Probleme auftreten, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

Es passiert vor allem dann, wenn eine Erkältung vorliegt: Reisende erleiden in diesem Fall bei der Landung ein Drucktrauma. Bei einem solchen „Barotrauma“ kann in manchen Fällen sogar ein leichter Innenohrschaden zurückbleiben. Zwar ist in der Regel die Prognose sehr gut, jedoch sollte vorsorglich vor Ort medizinische Behandlung erfolgen.

Ohrenschmerzen werden beim Fliegen meistens von Druckveränderungen ausgelöst. Je höher man sich befindet, desto niedriger wird der Luftdruck. Durch diese Veränderung entsteht Überdruck im Mittelohr, von Betroffenen meist als lästiges „Knacksen“ empfunden.

Vor allem während des Starts und der Landung hilft es, diesen Druck durch Gähnen oder Kaugummikauen auszugleichen. Alternativ kann man sich auch die Nase zuhalten und bei geschlossenem Mund ausatmen. Im Erkältungsfall kann auch ein abschwellendes Nasenspray angewendet werden, um das Mittelohr zu belüften.

Ob Schwimmen eine Gefahr für Tinnitus-Betroffene darstellt, hängt davon ab, ob ihre Trommelfelle intakt sind und sie weder Probleme mit dem Druckausgleich des Mittelohrs noch eine erhöhte Infektbereitschaft haben. Wenn dies alles in Ordnung ist, ist auch gegen Schwimmen nichts einzuwenden.

Hilfe bei häuslicher Pflege: Das bringt der monatliche Entlastungsbetrag

Fenster putzen, Rasen mähen, einkaufen gehen – schon bei ganz normalen Alltagsverrichtungen sind Pflegebedürftige oft auf fremde Hilfe angewiesen. Für Angehörige kommen diese Aufgaben meist noch zu den eigentlichen Herausforderungen der häuslichen Pflege hinzu.

Der Gesetzgeber hat reagiert: Seit dem Januar 2017 stehen Pflegebedürftigen monatlich 125 Euro für Unterstützungsleistungen zu.

Hier können Sie weiterlesen, um den Entlastungsbetrag optimal auszuschöpfen.

Pflege: Keine Verordnung mehr nötig

Lagerungshilfen, Hausnotruf-Systeme oder Duschstühle – die Kosten für solche sogenannten Pflegehilfsmittel kann die Pflegekasse übernehmen. Bislang war dafür in vielen Fällen eine ärztliche Verordnung notwendig. Mit der Pflegereform hat sich das geändert: Empfiehlt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) jetzt ein solches Hilfsmittel in seinem Gutachten, gilt das bereits als Antrag bei der Pflegekasse.

Stellt der MDK bei seiner Begutachtung einen Pflegegrad fest, zahlt die Pflegekasse entsprechende Hilfsmittel. Sie sollen dafür sorgen, dass der Betroffene möglichst selbstständig sein Leben führen kann, und eventuelle Beschwerden lindern. Das können zum Beispiel Pflegebetten, Waschsysteme oder Pflegezubehör wie Bettgalgen oder Betttische sein. Außerdem werden unter anderem Kosten für Einmalhandschuhe, Betteinlagen und Geh- oder Greifhilfen übernommen.

„Bislang mussten die Hilfsmittel immer zusätzlich von einem Arzt verordnet werden – auch wenn der MDK sie empfohlen hat. Das bedeutete für die Betroffenen immer einen erheblichen Aufwand“, sagt Katharina Lorenz, die als Sozialberaterin im SoVD-Beratungszentrum Hannover arbeitet. „Diesen Schritt müssen sie jetzt nicht mehr machen. Wenn der MDK eine Empfehlung für ein Hilfsmittel ausspricht, gilt das automatisch als Antrag bei der Pflegekasse – natürlich nur, wenn der Pflegebedürftige zustimmt.“ Empfiehlt der MDK ein Hilfsmittel, muss er das im Gutachten vermerken und entsprechend konkretisieren. „In der Bewertung steht dann, um welches Hilfsmittel es sich handelt, die entsprechende Nummer und zu welchem Zweck der Pflegebedürftige es benötigt“, erläutert Lorenz. Es gibt aber auch Hilfsmittel, bei denen das MDK-Gutachten nicht automatisch als Antrag bei der Pflegekasse gewertet werden kann: „Dazu zählen etwa Orthesen oder auch Seh- und Hörhilfen. Sie müssen weiterhin von einem Arzt verordnet werden. Die Kosten trägt dann die Krankenkasse.“

Übrigens: Erwachsene müssen zehn Prozent je Hilfsmittel zuzahlen, jedoch nicht mehr als 25 Euro. Geht es um Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, gibt es Ausnahmen – mehr als 40 Euro monatlich übernimmt die Kasse aber nicht. „Ähnlich wie bei Medikamenten kann man sich aber auch bei Hilfsmitteln von der Zuzahlung befreien lassen, wenn eine bestimmte Belastungsgrenze erreicht ist. Dazu sollte man sich aber am besten individuell beraten lassen“, empfiehlt die Sozialberaterin.

Das Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Fakten, Fakten, Fakten - Soziale Probleme dürfen nicht klein geredet werden

Wenn es um soziale Gerechtigkeit geht, wird gerne mit Schlagworten und Fachbegriffen um sich geschmissen. Oder es werden Zahlen benutzt, die wohl suggerieren sollen, dass die sozialen Probleme in unserem Land zu vernachlässigen seien, nach dem Motto: Alles nicht so schlimm.

Wer sich für FAKTEN in diesem Zusammenhang interessiert, dem empfehlen wir einen Besuch auf der Internetseite www.amtliche-sozialberichterstattung.de. Dort präsentieren die Statistischen Ämter von Bund und Ländern aktuelle Zahlen, Entwicklungen und Auswertungen.

Man erfährt zum Beispiel, dass die Armutsgefährdungsquote - die Zahl derer, die von Armut bedroht sind,  deutlich gestiegen ist. Sehr aufschlussreich.

Rentenlexikon des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales

Bin ich von Altersarmut betroffen?

Hilfreiche Informationen zum Thema Rente bietet auch das Bundesarbeitsministerium mit seinem kleinen "Rentenlexikon".
Dort werden viele Begriffe rund um die Rente erklärt - von A wie Anpassungsformel bis Z wie Zurechnungszeit.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf unseren SoVD-Check: „Wird Altersarmut mein Thema?“ hinweisen.

Dieses Service-Angebot hilft Online-Nutzerinnen und Nutzern praktisch und schnell, ihr persönliches Altersarmutsrisiko einzuschätzen.

Auf der Plattform check.sovd.de stellt der Sozialverband Deutschland einen kostenlosen Online-Selbsttest zur Verfügung. Damit will der SoVD helfen, einer verbreiteten Zukunftsangst zu begegnen, zum Kampf gegen Altersarmut beitragen und über das Thema informieren.

Medizinische Reha: Zuzahlung ändert sich

Wer gesundheitliche Probleme im Job hat, kann eine medizinische Reha machen. Damit soll verhindert werden, dass der Betroffene seine Arbeit frühzeitig aufgeben muss. Bislang waren die Zuzahlungen für eine solche stationäre Leistung relativ übersichtlich geregelt. Das hat sich zum 1. Januar 2018 geändert.

Bislang musste ein Patient entweder gar nichts, 9,50 oder 10 Euro dazu zahlen, je nach Einkommen. Diese Stufen seien zu Jahresbeginn weiter unterteilt worden. Das führt für manche Betroffene dazu, dass sie weniger dazu zahlen müssen als vorher. Andererseits waren früher diejenigen von der Zuzahlung befreit, die monatlich  weniger als 1.191 Euro netto im Monat verdient haben. Diese Grenze wurde auf 1.219 Euro angehoben.  

Diese detailliertere Aufteilung sei für den Einzelnen oft unübersichtlich. Wer dazu Fragen hat, kann sich gerne an sein SoVD-Beratungszentrum wenden. Die Kolleginnen und Kollegen helfen auch gerne beim Ausfüllen des Antrags oder bei der Überprüfung, ob vielleicht eine Befreiung für die Zuzahlung vorliegt.

Wer zum Beispiel das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, Übergangsgeld bekommt oder Hartz IV, Sozialhilfe oder Grundsicherung bezieht, muss keine Zuzahlung leisten. Insgesamt wird diese für höchstens 42 Tage berechnet.

Das SoVD-Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Trotz Krankschreibung wieder arbeiten?

Ärztliches Attest ist kein Arbeitsverbot – wer krank ist, gehört nach Hause

Es ist Winterzeit, das Wetter ist häufig nass und kalt. Jetzt haben Erkältungen Hochsaison. Das macht sich auch auf der Arbeit bemerkbar. Nicht selten dauert das Abklingen einer starken Erkältung eine Woche. Doch manchmal ist man auch früher wieder fit, und die Arbeit ruft. Doch darf man dann trotz Krankschreibung früher arbeiten gehen? Zunächst gilt: Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben. Um sich gründlich auszukurieren und auch, um andere nicht anzustecken. Doch braucht es eine "Gesundschreibung“, um früher wieder im Job zu erscheinen?  

Ein paar allgemeine Regelungen vorweg: Grundsätzlich muss der Arbeitgeber bereits am ersten Tag des krankheitsbedingten Fernbleibens formlos informiert werden. Ansonsten droht eine Abmahnung, im Wiederholungsfall kann sogar eine Kündigung erfolgen.  

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss nach dem dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit – also am vierten Tag – vorliegen.
Achtung: Das Wochenende zählt bei dieser Frist mit.  

Außerdem ist der Arbeitgeber berechtigt, von der Vorgabe abzuweichen und schon ab dem ersten Tag eine Bescheinigung zu verlangen. Welche Erkrankung vorliegt, muss nicht aus dem Attest hervorgehen. Trifft die Krankschreibung verspätet ein, darf der Arbeitgeber in diesem Zeitraum die Fortzahlung des Lohnes verweigern. Ist der Arbeitnehmer bereits nach ein oder zwei Tagen wieder fit, obwohl eine Krankschreibung für eine Woche vorliegt, kann die Arbeit früher aufgenommen werden, ohne dass der Arzt erneut aufgesucht wird.  

Natürlich sollte jeder Arbeitnehmer auf seinen Körper und den Arzt hören und keinesfalls krank arbeiten. Rechtlich gesehen ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung jedoch kein Arbeitsverbot, sondern lediglich eine Prognose darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann. Zweifelt der Arbeitgeber an der Arbeitsfähigkeit seines Mitarbeiters, kann und muss er eine betriebsärztliche Untersuchung anordnen, bevor der Arbeitnehmer zurück an den Arbeitsplatz kommen darf. 

Bestehen hingegen Zweifel an einer Erkrankung, kann der Arbeitgeber verlangen, dass Mitarbeiter beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorstellig werden, um sich dort untersuchen zu lassen. Im Zweifelsfalle kann dann Schadenersatz gefordert werden.

Social Media

Facebook, Twitter und Co. sind heutzutage nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert miteinander in Kontakt zu treten und Neuigkeiten zu teilen.

Auch in einem modernen Dienstleistungsverband wie dem SoVD in Niedersachsen hat sich Social Media längst etabliert. Schauen Sie doch mal vorbei – wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Kommentare!

Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e. V.

Damit die liebevolle Betreuung schwerkranker Kinder und Jugendlicher durch Familie und Freunde im häuslichen Umfeld stattfinden kann, bedarf es einer multiprofessionellen ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Versorgung, die rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Um sich dieser Aufgabe zu stellen, gründeten engagierte Ärzt - Innen, PflegerInnen und Eltern im September 2008 ein Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.

Der gemeinnützige Verein will – gemeinsam mit vielen Partnern – die Situation schwerkranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien in Niedersachsen nachhaltig verbessern und sichern. Dafür wurde das Projekt Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder ins Leben gerufen.

Hier finden Sie nähere Informationen über das Netzwerk.  

Krankschreibung: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Muss man bei einer Krankmeldung das Bett hüten, oder ist ein Spaziergang erlaubt? Worauf muss man achten? Viele Arbeitnehmer sind in diesen Punkten verunsichert. Die Newsletter-Redaktion sprach mit dem Rechtsanwalt Roland Rohmann darüber, was bei Arbeitsunfähigkeit erlaubt ist, und wann man Ärger mit dem Chef riskiert ...

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Trödeln ist nicht: Krankenkasse muss zeitnah eine Entscheidung treffen

Patienten haben das Recht auf eine schnelle Bearbeitung ihrer Anträge. § 13 Abs. 3a SGB V bestimmt, dass die Krankenkasse über einen Antrag auf Leistungen zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachterliche Stellungnahme, insbesondere des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (Medizinischer Dienst), eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang zu entscheiden. Werden diese Fristen überschritten, gilt der Antrag als genehmigt, so eine am 27.06.2017 getroffene Entscheidung des Bayerischen Landessozialgerichts (Az.: L 5 KR 260/16). Schon das Bundessozialgericht (BSG) hatte mit Urteil vom 08.03.2016 (Az.: B 1 KR 25/15 R) die Wirkung der Genehmigungsfiktion des § 13 Abs. 3a SGB V bei einem Fristversäumnis der Krankenkasse bestätigt.

Weiterlesen:

Sozialverband Deutschland bietet Selbsttest an

SoVD-Check: „Wird Altersarmut mein Thema?“

Ein neues Service-Angebot hilft Online-Nutzerinnen und Nutzern praktisch und schnell, ihr persönliches Altersarmutsrisiko einzuschätzen.

Auf der Plattform check.sovd.de stellt der Sozialverband Deutschland einen kostenlosen Online-Selbsttest zur Verfügung. Damit will der SoVD helfen, einer verbreiteten Zukunftsangst zu begegnen, zum Kampf gegen Altersarmut beitragen und über das Thema informieren.

Wie funktioniert der Online-Selbsttest?
Nach einem kurzen Frage-Antwort-Dialog erhalten die Nutzerinnen und Nutzer individuelle Information zu ihrer aktuellen Situation und eine erste Orientierung, ob sie in Zukunft von Altersarmut betroffen sein könnten. Zusätzlich stellt der SoVD Lösungsansätze vor, um Altersarmut wirkungsvoll vorzubeugen und zu bekämpfen.

Dieser Link führt Sie zum Check. 

Unser SoVD-Video „Altersarmut betrifft nur die anderen? Raul Krauthausen fragt nach“
informiert über das individuelle Risiko, im Alter in die Armut abzurutschen.

Dieser Link führt Sie zum Video.

Für Ihr Gutes Recht

Wie viele von Ihnen wissen, beraten wir rund um das Sozialrecht. Das heißt, wir helfen, wenn Sie Fragen zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit,
Hartz IV und Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht haben.

Aber was passiert, wenn Sie zum Beispiel Probleme mit Ihrem Arbeitgeber oder Vermieter haben?

Dann empfehlen wir Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die beim SoVD arbeiten und außerdem als Einzelanwälte tätig sind.

Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Alzheimer und andere Demenzen

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Es gibt aber noch weitere Ausprägungen wie etwa die Demenz bei Parkinson oder die Lewy-Körperchen-Demenz.

Zu all diesen Krankheitsformen hat die Alzheimer Forschung Initiative e.V. den Ratgeber "Die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen" herausgegeben, der über die Krankheitsbilder, die Symptome, die Risikofaktoren, den Verlauf und die Behandlung informiert.

Die Broschüre kann über die Internetseite www.Alzheimer-Forschung.de kostenlos bestellt werden.

Allergien

Viele Menschen leiden unter Allergien - zum Beispiel ausgelöst durch Pflanzen, Medikamente oder Nahrungsmittel.

Der neue Allergiepass des Deutschen Allergie- und Asthmabundes hilft Ärzten und Sanitätern, die entsprechenden Überempfindlichkeiten bei der Behandlung der Betroffenen zu berücksichtigen.

Deshalb sollten insbesondere Arzneimittel-Allergiker das Dokument am besten immer bei sich tragen.
Der Allergiepass kann kostenlos unter info(at)daab.de bestellt werden. 

Sicher ins Internet

Ach, diese schöne neue Internet-Welt: Nur ein paar Klicks, schon sind wir mittendrin: Emails, Internet-Banking oder Urlaubsfotos in soziale Netzwerke einstellen. Aber neben den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten lauern auch Gefahren.

Dieses Video zeigt, wie man sicherer ins Internet kommt.

Neuauflage der Broschüre „Patientenverfügung“

Die Broschüre „Patientenverfügung“ umfasst 44 Seiten und ist in der 3., umfassend überarbeiteten Auflage, neu erschienen.

Herausgeber ist der Sozialverband Deutschland (SoVD), Stralauer Straße, 63, 10179 Berlin.

Hier finden Sie sich die Broschüre als Download.

Wenn Sie Interesse an der Papierform der Broschüre haben, schicken Sie bitte einen frankierten (1-Euro-Briefmarke) und an Sie selbst adressierten Rückumschlag (Format A-4) an die oben genannte Adresse!

Selbstbestimmt vorsorgen

Wussten Sie‘s? Partner oder Angehörige können Sie im Notfall nicht rechtsverbindlich vertreten. Der vollständig überarbeitete Ratgeber „Selbstbestimmt leben: Vorsorgevollmacht“ erklärt Ihnen verständlich, wie Sie trotzdem unter allen Umständen nach eigenen Wünschen leben können. Denn eine Vorsorgevollmacht verhindert, dass bei einer schweren Krankheit oder einem Unfall ein Gericht für Sie eine unbekannte Betreuungsperson bestimmt.

Ratgeber „Selbstbestimmt leben: Vorsorgevollmacht“ - hier als Download

Schlichtungsstelle für Menschen mit Behinderung

Ende 2016 hat die Bundesregierung eine Schlichtungsstelle für Menschen mit Behinderung eingerichtet. Ihre Aufgabe: Streitigkeiten, die Betroffene beispielsweise mit der Agentur für Arbeit, der Rentenversicherung, Ministerien usw. zum Thema Barrierefreiheit haben, außergerichtlich beizulegen. Dabei geht es in erster Linie darum, gemeinsam den Konflikt zu lösen.  

Mehr Infos finden Sie hier.

Neuerungen des Heil- und Hilfsmittelgesetzes

Das neue Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz kommt. Mitte Februar beschloss der Bundestag – nach mehreren Änderungsanträgen – ein Paket aus Regelungen, die die Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung stärken sollen. Der SoVD begleitete den Gesetzgebungsprozess kritisch. Er begrüßt die Ziele, ist aber skeptisch, ob die Maßnahmen sie erreichen.

Das „Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung“ (HHVG) soll erstens die Patientenrechte stärken, zweitens bei den Heilmitteln die Situation derer, die sie erbringen (Therapeutinnen und Therapeuten), verbessern und drittens bei den Hilfsmitteln die Versorgung stärker an Qualitätszielen ausrichten. Außerdem will der Gesetzgeber der Einflussnahme auf Arztdiagnosen, um mehr Mittel aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten, einen Riegel vorschieben. Doch erreicht das Gesetz all das?

Für die Heilmittel sieht das Gesetz Modellvorhaben vor, bei denen der Arzt eine „Blankoverordnung“ ausstellt, mit der der Therapeut mehr Entscheidungsbefugnisse hat. Die Weiterentwicklung dieses Bereiches begrüßt der SoVD. Arzt und Therapeut müssten sich aber eng abstimmen. Zudem kritisiert der SoVD u. a., dass Therapiepraxen immer noch nicht barrierefrei sein müssen.

Bei den Hilfsmitteln hat nun sogar der Gesetzgeber erkannt, was der SoVD seit Langem fordert: dass es nicht nur um den Preis gehen darf. Bisher sahen Krankenkassen nur auf diesen, wenn sie sich für einen Lieferanten entschieden. Künftig müssen sie zumindest zur Hälfte auch nach Qualität gehen. Doch wird diese nur als „anderes Kriterium“ unter mehreren eingeführt. Der SoVD meint, das ändere in der Realität wenig. Der Verband lehnt vertragsbasierte Ausschreibung hier immer noch als grundlegend ungeeignetes Verfahren ab. Er fordert: Qualität vor Preis! Statt kurzfristigen Sparens sollte es darum gehen, welches Produkt individuell hilft.

Positiv sieht der SoVD, dass Versicherte stärkere Wahlmöglichkeiten und Rechte auf Beratung, Information und Transparenz erhalten. Die Kasse muss sie zu Vertragspartnern und -inhalten beraten; auch zu denen anderer Kassen. Allerdings fordert der SoVD eine Beratung, die sich nicht am Angebot orientiert, sondern am Patienten und dessen Bedarf.

Außerdem erhält nun die Patienten-Interessenvertretung, in der der SoVD mitwirkt, finanzielle Unterstützung.

Hier finden Sie den ausführlichen Artikel aus der SoVD-Zeitung

Neues Gesetz: Krankenkassen zahlen wieder Brillen

Mehr als 40 Millionen Deutsche tragen eine Brille. Seit 2003 haben gesetzliche Versicherte keinen Anspruch mehr darauf, dass die Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt. Das soll sich jetzt ändern. In Zukunft zahlt die Kasse die Kosten für eine Sehhilfe dann, wenn der Betroffene mehr als sechs Dioptrin hat. Bei einer Hornhautverkrümmung gilt die neue Regelung sogar schon ab vier Dioptrin.

Voraussichtlich wird das neue Gesetz ab April 2017 in Kraft treten.

Wer Probleme mit der Kostenübernahme durch seine Krankenkasse hat, kann sich gerne an seinen SoVD vor Ort wenden. Das Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier. 

Diese Rechte haben Minijobber

Einem erheblichen Teil der geringfügig Beschäftigten wird der Mindestlohn vorenthalten. Dabei bedienen sich Arbeitgeber zum Teil ausgefallener Strategien und Tricks. Diese betreffen die dokumentierten Stunden, die Anrechnung anderer Leistungen auf den Lohn u. v. m.

Doch die Rechtslage ist eindeutig:

  • Minijobberinnen und Minijobber dürfen nach der neuen Lohnuntergrenze von 8,84 Euro maximal 50,9 Stunden im Monat arbeiten.
  • Arbeitgeber müssen den veränderten monatlichen Verdienst von geringfügig Beschäftigten in ihren Beitragsberechnungen anpassen.
  • Nicht zulässig ist es, wenn die 450-Euro-Stelle „einvernehmlich“ durch unentgeltliche oder Schwarzarbeit aufgestockt wird.
  • Nicht zulässig ist auch ein willkürliches Streichen vorheriger Leistungen.

Minijobberinnen und Minijobber, die um einen Teil ihres Lohns geprellt werden, können sich zur Wehr setzen. Um dies zu tun, ohne zusätzlich Schaden zu nehmen, stehen Betroffenen einige Möglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist es dabei, dass sie sich vorab genau über ihre Rechte und die betrieblichen Gegebenheiten informieren.

Nachfolgend sind einige wichtige Punkte zusammengefasst:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in geringfügigen Beschäftigungsformen sollten ihre Arbeitszeiten und Lohnzahlungen lückenlos dokumentieren. Das gilt insbesondere dann, wenn die Arbeitszeiten nicht automatisch erfasst werden.
  • Wird der Lohn unterlaufen? Oder rechnet der Arbeitgeber eventuell zu Recht diverse Ausgaben und Zahlungen auf den Lohn an? Diese Fragen können in größeren Betrieben über den Betriebsrat geklärt werden. Das hat den Vorteil, dass kein direkter Konflikt mit dem Arbeitgeber ausgetragen werden muss.
  • Viele Fragen lassen sich kostenlos über Hotlines des Bundesarbeitsministeriums klären, von montags bis donnerstags, 8 bis 20 Uhr, unter Tel.: 030 / 60 28 00 28 (Mindestlohn) oder Tel.: 030 / 22 19 11 - 007 (Minijobs).

Hartz IV - Die neuen Hartz-IV-Sätze

Regelbedarfsstufen neu ermittelt (Stand: 12/2016)

Zum 1. Januar 2017 stiegen die Leistungen der Grundsicherung an.
Bezieherinnen und Bezieher von Grundsicherung für Arbeitsuchende, auch bekannt als „Hartz IV“, erhalten ab Beginn des neuen Jahres etwas mehr Geld als bisher. Das gleiche gilt für all diejenigen, die Leistungen der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII (Sozialhilfe) beziehen.

Den ganzen Text finden Sie hier.

Download des Dokuments als PDF-Datei [261 kB]

 

 

Radfahrer im Winter

Viele Radfahrer sind auch im Winter mit ihrem Fahrrad unterwegs. Und nachdem wir Servicetipps für Rollstuhlfahrer hatten, legen wir heute mit Tipps für Radfahren im Winter nach. Denn einige Hinweise sollten Radfahrer unbedingt beachten, um sicher durch den Winter zu kommen.

Auf der Seite www.runtervomgas.de können Sie die Tipps nachlesen und erfahren, wie Sie sich bei Schnee und Eis vor Unfällen schützen können.

 

 

Miet-und Arbeitsrecht

Der SoVD berät seine Mitglieder rund um die Themen Rente, Pflege, Gesundheit, Behinderung, Hartz IV und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht. Oftmals gibt es aber auch Fragen - z.B. zum Miet- oder Arbeitsrecht - zu denen die Kollegen nicht beraten dürfen. Deshalb bieten wir einen speziellen Service an.

Mehr Infos finden Sie hier.

 

 

Rollstuhlfahrer durch den Winter

Der Winter ist auch in Norddeutschland angekommen! Und wenn dann noch Schnee kommt, ist er viele Rollstuhlfahrer ein Problem.

Welche Möglichkeiten es gibt, mit Rollstuhl mobil durch den Winter zu kommen, können Sie auf der Seite von www.myhandicap.de nachlesen.

 

 

Vorsicht Falle: SoVD warnt vor Trickbetrug - SoVD TV

Die Deutsche Rentenversicherung und der SoVD warnen vor Trickbetrügern, die unter dem Namen der Deutschen Rentenversicherung an Versicherte und Rentner herantreten. In einem SoVD TV-Beitrag erklären DRV und Kriminalsachverständige, wie man sich schützen kann.

Hier der Link zum Film. 

Hier der Link zur Deutschen Rentenversicherung.

Hier geht es zum Bund Deutscher Kriminalbeamter. 



NDR in leichter Sprache

Wussten Sie schon, dass es beim NDR jeden Freitag Nachrichten in Leichter Sprache gibt?

Geprüft werden die wöchentlichen Nachrichten durch die Forschungsstelle Leichte Sprache an der Universität Hildesheim.

Die Begründung, warum Leichte Sprache auch bei Nachrichten wichtig ist, haben wir auch noch für Sie - in Leichter Sprache:

  • Nachrichten sind oft schwierig.
  • Deshalb können viele Menschen diese Nachrichten nicht verstehen.
  • Der NDR macht jetzt auch Nachrichten in Leichter Sprache. Die finden de Infos auf der Seite www.ndr.de/fernsehen/service

So können viele Menschen diese Nachrichten besser verstehen. 

 

Behandlungskosten

Eine Krankenkasse hat drei Wochen Zeit, um darüber zu entscheiden, ob sie die Kosten für eine Behandlung übernimmt. Lässt sie in der Zeit nichts von sich hören, gilt die Maßnahme automatisch als genehmigt. Aber Achtung, es gibt auch Ausnahmen!

 

 

Selbstzahlerleistungen (IGeL)

Erst kürzlich konnte man in den Medien lesen, dass jeder Zweite sich von seinem Arzt zu Selbstzahlerleistungen (IGeL) gedrängt fühlt. Dabei wissen die meisten nicht einmal, was sich hinter der Leistung verbirgt und ob sie überhaupt sinnvoll ist. Die Bundesärztekammer hat eine Broschüre herausgegeben, die eine Checkliste für Patienten enthält. Damit kann man feststellen, ob man von seinem Arzt angemessen über IGeL beraten wurde.

Die Broschüre finden Sie auf www.igel-check.de.

 

 

Strahlenbelastung mit Röntgenpass im Blick behalten

Im Gegensatz zum Impfpass haben die wenigsten einen Röntgenpass. Da der Einsatz von Röntgenstrahlen allerdings wohl dosiert werden sollte, ist ein solcher Pass ratsam, damit Arzt und Patient einen Überblick über die Strahlenmenge haben.

In den Röntgenpass trägt der Arzt die geröntgte Körperregion, die Art der Untersuchung sowie das Datum ein. Um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), den Arzt nach Alternativen zu Röntgenbild und CT zu fragen. Zwar ist die Zahl der Röntgenuntersuchungen in den vergangen Jahren gesunken, in der Zahnmedizin wird sie aber nach wie vor häufig verwendet.

Das BfS bietet den Röntgenpass hier zum Herunterladen als pdf-Dokument an. Außerdem sollte jeder Arzt und jede Krankenkasse das Dokument zur Verfügung stellen. Fragen Sie einfach nach!

Tipp zur Beantragung von Elternzeit

Wer Elternzeit bei seinem Arbeitgeber beantragt, muss das unbedingt in Briefform tun. Das bedeutet: Fax und E-Mail reichen nicht aus. Im schlimmsten Fall riskiert man damit sogar seinen Job. Das hat das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil entschieden. Begründung: Ein Fax oder eine E-Mail würden die vom Gesetz geforderte Schriftform nicht wahren.

 

 

Auf der sicheren Seite: Patientenverfügung überprüfen

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) sorgt für Unsicherheit: Nach Meinung der Richter könnten viele Patientenverfügungen in Deutschland ungültig sein, da bestimmte Klauseln zu allgemein formuliert sind.

Wer möchte, dass Angehörige ihn in bestimmten Notsituationen sterben lassen, muss ganz konkrete Maßnahmen beschreiben. So reicht es etwa nicht aus, allgemein auf „lebensverlängernde Maßnahmen“ zu verzichten. Vielmehr müssen diese ganz deutlich benannt werden (zum Beispiel künstliche Ernährung oder Beatmung). Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass die Patientenverfügung unwirksam ist. Deshalb sollte jeder, der ein solches Dokument besitzt, genau hinschauen und sich umfassend beraten lassen – etwa beim SoVD.

„Wir beraten sehr ausführlich und rechtsverbindlich. Mit unserer Patientenverfügung sind die vom BGH geforderten Standards auf alle Fälle erfüllt“, betont Sozialberaterin Katharina Lorenz. Gerade für diesen Punkt nähmen sich die speziell geschulten SoVD-Berater viel Zeit.

Wer eine Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht erstellen lassen möchte, kann sich direkt an sein SoVD-Beratungszentrum wenden. 

Neues Internet-Portal: Hilfe bei der Wahl des Pflegedienstes

Wie finde ich den besten Pflegedienst in meiner Nähe? Wo befindet sich die Klinik, die sich am besten um meine Krankheit kümmern kann? 
Antworten auf diese Fragen gibt es jetzt im Internetportal „Weiße Liste“, das der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit weiteren Partnern wie etwa der Verbraucherzentrale und der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen hat.

Als einziges Portal zeigt die Weiße Liste Nutzern nur die Pflegedienste an, die ihren Wohnort auch tatsächlich anfahren. 
Außerdem kann man auf http://www.weisse-liste.de/ermitteln, welche Dienste spezielle Angebote für Demenzkranke bereithalten oder bei welchen Intensivpflegediensten es noch freie Plätze gibt. Mit dem praktischen Pflegeplaner können Angehörige außerdem eine individuelle Wochenübersicht erstellen.

„Das Portal ist für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besonders wichtig, weil sie sich so auf Basis guter Informationen mit den in Frage kommenden Pflegediensten über die Hilfen austauschen können“, sagt Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V.

Aber auch bei der Arzt- und Krankenhaussuche bietet die Weiße Liste praktische Unterstützung: Der Diagnosen-Dolmetscher erklärt und übersetzt medizinische Fachbegriffe, und mit der Checkliste für den Krankenhausaufenthalt können sich Patienten gezielt auf die Zeit in der Klinik vorbereiten.

Der SoVD in Niedersachsen berät seine Mitglieder nicht nur bei den Themen Pflege und Gesundheit, sondern auch in den Bereichen Behinderung, 
Hartz IV, Rente sowie Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht.

Das SoVD-Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

 

Menschen mit Behinderung – Freifahrtenregelung

Freie Fahrt für mehr Mobilität

Freifahrten im Personennah- und Fernverkehr

(Stand: 04/2016)

Menschen mit Behinderungen erhalten als Ausgleich für ihre Behinderung Nachteilsausgleiche. Auch die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr gehört dazu. Seit dem 1. September 2011 hat die Deutsche Bahn (DB) die sogenannte Freifahrtenregelung erheblich ausgeweitet: auf den gesamten Nahverkehr.

Mehr 

Barrierefreie Arztpraxen – Ein Projekt des Sozialverbandes (SoVD)

Obgleich die freie Arztwahl selbstverständlich ist, gilt sie für Menschen mit Behinderungen nur sehr eingeschränkt. Physische und kommunikationsbezogene Barrieren erschweren die Zugänglichkeit und die Nutzbarkeit von Arztpraxen.

Menschen mit Behinderungen, mit körperlichen und Mobilitätseinschränkungen sind in existenzieller Weise betroffen, wenn ihre ärztliche Versorgung aufgrund von Barrieren eingeschränkt ist. Dies gilt im besonderen Maß für ältere Menschen, die verstärkt ärztliche Hilfe benötigen.

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. hat in dem Projekt „Barrierefreie Arztpraxen" in städtischen und ländlichen Regionen Niedersachsens Arztpraxen aus Patientensicht in einer Datenbank dokumentiert.

Anhand dieser Datenbank können Sie von nun an Ihren Arzt wohnortnah und gezielt nach Ihren Bedürfnissen hinsichtlich der Barrierefreiheit oder nach dem von Ihnen gesuchten Fachbereich (Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Gynäkologie, HNO, Heilpraktiker, Innere Medizin etc.) auswählen.

Viel Spaß bei der Suche nach dem Arzt Ihrer Wahl und auf http://www.arztpraxen-ohne-barrieren.de

Das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V. fördert das Projekt „Barrierefreie Arztpraxen" des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V., unterstützt wird es auch von der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Wie barrierefrei ist Ihre Arztpraxis?

In Absprache mit dem Bundeskompetenzzentrum für Barrierefreiheit ist ein Fragenkatalog zur Überprüfung der Arztpraxen auf Barrierefreiheit erarbeitet worden.

Hier können auch Sie sich den Fragebogen als pdf-Dokument herunterladen.

Damit erhalten Sie sogleich die Möglichkeit, sich an dem  Projekt zu beteiligen und mit Hilfe des Fragebogens die Praxis Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin selbst zu beschreiben.

Bitte senden Sie dann den ausgefüllten Fragebogen an den SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. zurück. Wir werden Ihre Angaben überprüfen und in unsere Datenbank einpflegen.

SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.  
Herschelstraße 31
30159 Hannover 
Tel: 0 511 / 70 148 - 0
Fax: 05 11 / 70 148 - 70
Mail: info@sovd-nds.de

Sie helfen uns dadurch, die Liste der Ärztinnen und Ärzte ständig aktuell zu halten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

 

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Das alles ändert sich mit der Pflegereform

Zum 1. Januar 2017 gibt es durch das zweite Pflegestärkungsgesetz zahlreiche Neuerungen: Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade, es gibt zusätzliche Betreuungsangebote sowie Verbesserungen für pflegende Angehörige.

Da das alles sehr umfangreich und etwas kompliziert ist, haben wir alle Änderungen mal für Sie auf einen Blick zusammengefasst. 

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SoVD-Ratgeber: Pflegetagebuch leicht gemacht

Um von der Pflegekasse die Hilfe zu bekommen, die einem zusteht, ist es nötig, bereits im Vorfeld genau Buch zu führen. Um einen Pflegegrad zu bekommen, muss der MDK eine Begutachtung durchführen. Da gilt es, sich gut auf den Besuch vorzubereiten. Dabei hilft der überarbeitete SoVD-Ratgeber „Pflegetagebuch leicht gemacht“. Er bietet Hintergrundinformationen zur Antragstellung, zu den möglichen Leistungen und zu den Leistungshöhen.

Herunterladen können Sie sich das Tagebuch hier.

 

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Nicht vergessen: Bei Umzug neue Adresse der Rentenversicherung melden

Sollten Sie umziehen, vergessen Sie nicht, Ihre Adresse auch beim Rentenservice der Deutschen Post zu ändern. Wenn Briefe nämlich nicht mehr zugestellt werden können, wird aus Sicherheitsgründen auch die Rentenzahlung gestoppt.

Adressänderungen können Sie in jeder Postfiliale oder unter http://www.rentenservice.de/ vornehmen.

 

 

Mobiles barrierefreies WC - ausleihbar

Es ist Schützenfest. Freunde treffen, ein Bierchen trinken, feiern, Spaß haben. Aber was tun, wenn die Natur ruft? Für körperlich behinderte Personen ist ein „normaler“ mobiler Toilettenwagen meist nicht geeignet. Hohe Treppen erschweren den Zugang, die Türen sind für Rollstühle nicht breit genug.

Der Verein Selbsthilfe für Körperbehinderte Hannover und Umgebung (BSK e.V.) macht es möglich, ein mobiles barrierefreies WC auszuleihen. Ideal für Großveranstaltungen unter freiem Himmel.

Wer die Toilette anfordern möchte, wendet sich bitte an den Verein.

Nähere Informationen finden Sie hier (Flyer)

oder unter (Homepage)

 

 

Euro-WC-Schlüssel für Behinderte

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Mehr dazu erfahren Sie hier.