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Gut zu Wissen

Gern weisen wir Sie auf Broschüren des Landeskriminalamtes Hannover hin

Neben aktuellen Warnmeldungen können Sie sich auf der Internetseite der Polizei-Beratung unter der Rubrik Medienangebot über die verschiedenen Gefahren des Internets erkundigen.

Im Ratgeber „Lassen sie sich keine Märchen auftischen“ finden Sie allgemeine Informationen zu verschiedenen relevanten Themen über Internetkriminalität.

Dort können Sie auch persönliche Fragen stellen wenn Sie einmal ein Problem mit Cybercrime haben.

Wie funktioniert ein QR-Code?

So lassen sich die kleinen, schwarz-weißen Symbole entschlüsseln

Die kleinen Quadrate, sogenannte QR-Codes, erobern immer mehr Bereiche unseres Alltags. Man findet sie zum Beispiel in Zeitungen sowie auf Briefen oder Produktverpackungen. Hinter dem merkwürdigen Muster verbergen sich Informationen. Wir erklären Ihnen, wie Sie diese entschlüsseln können.

Bund stellt mehr Mittel für Umbaumaßnahmen in Privatwohnungen bereit

Wer im Alter nicht aus der vertrauten Wohnung ausziehen möchte, muss diese eventuell barrierefrei umbauen lassen.

Damit niemand aufgrund seines Alters oder einer Behinderung zu einem Umzug gezwungen ist, müssen Wohnungen häufig barriefrefrei umgebaut werden. Hierfür stehen seit diesem Jahr mehr Fördermittel bereit. Das ist auch ein Ergebnis entsprechender Forderungen des SoVD.

Mehr dazu finden Sie hier.

Ausbau der digitalen Gesundheitsversorgung

Krankenkassen zahlen für Gesundheits-Apps, weniger Zettelwirtschaft beim Arzt und Videosprechstunden

Die Digitalisierung macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt. Im vergangenen Jahr hat der Bundestag das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) beschlossen, das einige Neuerungen bringt. Der SoVD begrüßt digitale Innovationen, die aus Patient*innensicht zu Verbesserungen führen, sieht aber noch Handlungsbedarf insbesondere bei Barrierefreiheit und Datenschutz.

Das Gesetz bringt einige Veränderungen für Patient*innen, aber auch für Ärzt*innen. Ein entscheidender Punkt ist der erleichterte Zugang zu digitalen Gesundheits-Anwendungen. Das können beispielsweise schwangerschaftsbegleitende Apps oder auch Apps für Diabetiker sein. Den Umgang damit hat das Gesundheitsministerium jetzt in der „Digitalen-Gesundheitsanwendungen-Verordnung“ (DiGAV) konkretisiert. Diese Apps kann künftig der Arzt oder die Ärztin verschrieben. die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt dafür ein Verzeichnis mit allen erstattungsfähigen Anwendungen. Dabei beachtet es Kriterien wie Funktionstauglichkeit, Sicherheit, Datenschutz und einen positiven Versorgungseffekt. Für eine Anwendung, die in das Verzeichnis aufgenommen wird, zahlt die Krankenkasse.  Der Hersteller muss jedoch nachweisen, dass die App die Versorgung der Patient*innen verbessert.

Mehr erfahren Sie hier.

Impfen gegen Masern wird jetzt Pflicht

Noch immer sind längst nicht alle Kinder in Deutschland gegen Masern geschützt. 2019 waren es über 500 offizielle Krankheitsfälle. Dabei ist das Virus hochansteckend und sehr gefährlich, und es gibt einen wirksamen Impfstoff. Doch manche Eltern sind unsicher über die Notwendigkeit oder versäumen die zweite Impfung.

Das „Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention“, kurz Masernschutzgesetz, nimmt Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen in den Blick. Ab dem 1. März 2020 gilt: Menschen, die dort betreut werden oder arbeiten – auch ehrenamtlich –, müssen entweder die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Impfungen oder eine Immunität nachweisen. Das geht mit dem Impfausweis, dem Kinderuntersuchungsheft oder einem ärztlichen Attest, etwa wenn man schon Masern hatte.

Mehr dazu finden Sie hier.

Altersarmut von Frauen durch häusliche Pflege

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat das wissenschaftliche Gutachten mit dem Schwerpunkt „Altersarmut von Frauen durch häusliche Pflege“ im Juli 2019 in Auftrag gegeben und im Oktober 2019 veröffentlicht. Es bestätigt eindrucksvoll: Wenn es zu einem Pflegefall in der Familie kommt, dann sind es in 70 Prozent der Fälle die Frauen, die unentgeltlich Sorgearbeit leisten – im Schnitt 21 Stunden pro Woche.

Damit ergeben sich materielle Nachteile im Lebenslauf von Frauen, die sich besonders auf das Einkommen im Rentenalter auswirken.

Das Gutachten bietet einen Überblick zu zentralen Einflussfaktoren auf weibliche Altersarmut.

Hier finden Sie es hier als Download.

Opferentschädigung

Verbesserungen für Gewalt- und Terroropfer ab 2020 sowie in einer zweiten Stufe ab 2024

Neues Soziales Entschädigungsrecht beschlossen
Im Dezember 2019 beschlossen Bundestag und Bundesrat das Gesetz zur Regelung des Sozialen Entschädigungsrechts (BGBl. I S.2652 Nr. 50). Damit ist der Weg frei fürein neues Sozialgesetzbuch XIV. Das Gesetzregelt Ansprüche von Gewalt- und Terrorop-fern, aber auch von Impfgeschädigten neu.Die meisten Rechtsänderungen werden ab 2024 greifen. Für Kriegsopfer gelten umfangreiche Bestandsschutzregeln.

Mehr dazu finden Sie hier.

Gesetz regelt Freibetrag bei Betriebsrenten

Wer zusätzlich fürs Alter vorsorgt, solle dafür nicht bestraft werden. Das zumindest versprach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Blick auf die geplante Einführung eines Freibetrages. Dieser sollte bei den Betriebsrenten sinkende Krankenkassenbeiträge zur Folge haben und die betriebliche Altersvorsorge somit attraktiver machen. Der Deutsche Bundestag verabschiedete das entsprechende Gesetz im Dezember 2019. In Kraft trat es bereits wenige Wochen später, zum 1. Januar 2020.

Details zur Neuregelung bei Betriebsrenten finden Sie hier.
 

Nach dem Klinikaufenthalt: Häusliche Krankenpflege kann unterstützen

Wenn es alleine nicht geht

Schnell ist es passiert: Beim Duschen ausgerutscht oder beim Blumen gießen im Garten gestolpert und mit dem Fuß hängen geblieben – ein Oberschenkelhalsbruch ist gerade bei älteren Menschen oft die Folge. In den meisten Fällen heilt der Bruch problemlos und man kommt schnell wieder auf die Beine. Doch was passiert eigentlich, wenn man aus dem Krankenhaus entlassen wird, aber sich zuhause alleine nicht versorgen kann?

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Zu wenig Organspender in Deutschland: SoVD stellt Info-Flyer bereit

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben im Januar über eine Reform der Organspenderegeln abgestimmt. Danach sollen Bürger künftig stärker zu einer Entscheidung bewegt werden. Auch der SoVD wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen.

Rund 9.500 Menschen in Deutschland warten in diesem Augenblick auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Drei von ihnen sterben im Schnitt – pro Tag. Demgegenüber gab es 2018 bundesweit nur 955 Organspender, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Im Vergleich zum historischen Tief im Jahr 2017 ist das zwar ein Anstieg um knapp 20 Prozent, aber immer noch viel zu wenig.

Nach langen Debatten in Politik und Öffentlichkeit über mögliche Lösungen zur Gewinnung von mehr Organspendern hat der Bundestag im Januar eine Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen: Künftig soll die sogenannte erweiterte Entscheidungsregelung gelten. Danach werden alle Bürger regelmäßig gefragt, ob sie Spender sein wollen – zum Beispiel bei der Ausstellung von Personalausweisen oder Führerscheinen.

Auch der SoVD in Niedersachsen will dabei helfen, dass möglichst viele Menschen die Chance auf ein lebensrettendes Spenderorgan erhalten. Hier finden Sie einen Info-Flyer, der neben viel Wissenswertem zum Thema auch einen Organspendeausweis enthält.

Amt zahlt für Schulhilfe

Die Verbesserung schulischen Lernens trägt in manchen Fällen das Sozialamt. Es bezahlt über die Sozialhilfe etwa Autismustherapie für ein Grundschulkind als „Hilfe zur angemessenen Schulbildung“.

Das gilt, wenn die Therapie neben sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten auch das Lernen fördert. Es gehe nicht nur um Teilhabe an der Gemeinschaft. Trägt die Therapie zum erfolgreichen Schulbesuch bei, weil sie das Vermitteln von Unterrichtsinhalten, Sprachverständnis und Sozialverhalten verbessern kann, müsse das Amt die Kosten übernehmen (LSG Niedersachsen-Bremen, Az.: L 8 SO240 / 18). Wb

Zahnärztliche Vorsorge bei Pflegebedarf

Gesunde Zähne bedeuten Lebensqualität und letztlich auch Teilhabe an der Gesellschaft. Mundgesundheit ist daher gerade für pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz enorm wichtig. Eine neue Broschüre informiert jetzt über zahnärztliche Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für sie übernimmt.

Mehr dazu finden Sie hier.

Diese Gesetzesänderungen, Regelungen und Preisgestaltungen werden im neuen Jahr 2020 gültig

2020 müssen sich Verbraucher*innen wie jedes Jahr auf höhere Strompreise einstellen. Dafür gibt es mehr Geld im Portemonnaie durch die Anhebung des Mindestlohns, höhere Renten und Steuerfreibeträge. Die Verkehrswende soll mit teureren Flugtickets und billigeren Bahntickets angeschoben werden und den Impfgegnern wird mit der Masern-Impfpflicht begegnet.

Mehr dazu finden Sie hier.

Krankengeld leicht erklärt - Neuer Ratgeber unterstützt auf verständliche Weise

„An wen wende ich mich, wenn das Krankengeld ausläuft? Wie verhalte ich mich richtig, wenn die Krankenkasse bei mir zu Hause anruft? Verlängert sich das Krankengeld, wenn eine weitere Erkrankung hinzukommt?“ – In kompakter, leicht verständlicher Sprache ist jetzt der Ratgeber „Am Ende vom Krankengeld“ erschienen, der Hilfesuchende bei diesen Fragestellungen unterstützt.

Seit mehr als acht Jahren arbeitet der Autor Christian Schultz beim Sozialverband Deutschland (SoVD) im Landesverband Schleswig-Holstein. Immer wieder lernt er hier Menschen kennen, die in der gleichen Situation sind: Sie können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten und haben bereits erste Probleme mit ihrer Krankenkasse oder der Arbeitsagentur. Leider kommen viele von ihnen zu spät, um sich Hilfe zu holen. Oft geht es dann bereits um die Existenz.

Der Jurist hat ein Buch veröffentlicht, das einerseits Bestandsaufnahme dieser skandalösen Situation in Deutschland, gleichzeitig aber auch Ratgeber ist. Christian Schultz hilft Ratsuchenden dabei, sich besser im Labyrinth der Sozialversicherung zurechtzufinden. Dabei klärt er ohne juristische Ausschweifungen unter anderem diese Fragestellungen: Wie funktioniert das mit den Blockfristen? Welche Dinge sind langfristig zu beachten, wenn Sie voraussichtlich gar nicht mehr zurück in den Job können? In verständlicher Sprache werden die Zusammenhänge von der Lohnfortzahlung über den Bezug von Krankengeld bis zum Ausblick auf die Rente aufgezeigt.

Den Ratgeber „Am Ende vom Krankengeld“ gibt es ausschließlich bei Amazon.

Was es bedeutet, depressiv zu sein

Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, finden häufig wenig Verständnis. Zehn Jahre nach dem Freitod des ehemaligen deutschen Torhüters Robert Enke hat die Robert-Enke-Stiftung deshalb ein Projekt zur Enttabuisierung ins Leben gerufen. Mit einer „Virtual-Reality-Brille“ können Nichterkrankte einen Eindruck gewinnen, was es bedeutet, depressiv zu sein.

Die Robert-Enke-Stiftung, gegründet von der Witwe Enkes, unterstützt seit fast einem Jahrzehnt Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Herzkrankheiten von Kindern sowie Depressionskrankheiten aufklären und deren Erforschung oder Behandlung dienen. Die Depressions-Simulation soll vor allem der Prävention dienen und die Krankheit weiter enttabuisieren.

Depression aus der Tabuzone herausholen
Für die Simulation müssen sich die Teilnehmenden eine zehn Kilogramm schwere Bleiweste umhängen. Mit der Brille tauchen sie anschließend in eine niederdrückende Welt ein. Sie befinden sich in einer desolaten Wohnung auf einem Bett hockend,  mit heruntergezogenen Rollos und sind nicht imstande aufzustehen. Dann erleben sie den „Tunnelblick“ in eine Art dunklen Kellerraum mit einem winzigen Licht am Ende – das Gefühl von Leere und Antriebslosigkeit. Und sie hören eine Stimme, die immer tiefer in die Apathie und Resignation zieht: „Ich werde aus diesem Loch nie wieder rauskommen. Ich sehe keinen Ausweg.“ Teresa Enke betont: „Wir möchten damit nicht sagen: So  fühlen alle depressiv Erkrankten.“ Wie ihr verstorbener Mann sich gefühlt habe, sei sogar weitaus schlimmer gewesen. Und depressive Menschen seien nicht 15 Minuten, sondern über Tage, Wochen, Monate in diesem Zustand.

Nicht jeder soll und darf bei dem Projekt die Brille aufsetzen, das sich ausschließlich an Erwachsene und Nichtbetroffene richtet. Für Menschen, die schon einmal depressiv erkrankt gewesen seien oder sich in einer schwierigen Lebensphase befänden, sei die Erfahrung zu belastend, betonen die  Mitarbeitenden der Stiftung. Außerdem könne die Simulation jederzeit unterbrochen werden. Gefühle entstünden durch das, was man denke, betont eine betreuende Psychologin: „Wenn man von sich selber glaubt, man ist nichts wert, jeder andere findet einen auch nicht wertvoll – und dann glaubt, das ändert sich nicht, wie kommen Sie dann dazwischen?
Das ist Depression.“

Die Botschaft: Depression ist behandel- und heilbar
Mit mehr als vier Millionen Betroffenen in Deutschland und ca. 10.000 Suiziden im Jahr ist Depression eine Volkskrankheit. Sie kann tödlich enden, ist aber vergleichsweise gut behandel- und auch heilbar, insbesondere wenn sie früh erkannt wird. Vor allem diese Botschaft möchte Teresa Enke verbreiten.

Die virtuelle „Depressions“- Erfahrung endet deshalb auch nicht in dem bedrückenden, tunnelartigen Kellerloch, sondern in einem hellen Raum mit schönen, freundlichen Bildern. Danach wird über das Gefühlte und Erlebte gesprochen. Auch das kann schon helfen. veo

Neuer Ratgeber speziell für Personen mit geschwächtem Immunsystem

Das Thema Impfen betrachten viele Menschen in Deutschland mit Skepsis. Doch gibt es manche Impfungen, die nicht strittig sind. Und für einen besonderen Personenkreis empfehlen Ratgeber und offizielle Stellen sie dringend: nämlich für Menschen, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.

Denn mit einigen Erregern wird zwar ein gesundes Immunsystem fertig, aber für manche Menschen sind sie gefährlich. Über Standards wie Röteln oder Tetanus hinaus empfiehlt die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut, etwa für Grippe (Influenza), Lungenentzündung (Pneumokokken), Hirnhautentzündung (Meningokokken) und Gürtelrose (Herpes zoster): Menschen mit Grunderkrankungen oder in bestimmten Lebensphasen sollten sich impfen lassen. Dazu zählen schwangere Frauen oder solche mit Kinderwunsch, Ältere und Menschen mit chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Asthma oder COPD.

Einen neuen Ratgeber extra für diesen Personenkreis veröffentlichte der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e. V.: „Impfschutz. Empfehlungen für Personen mit geschwächtem Immunsystem“ erklärt, wie Impfungen funktionieren, welche Standard und welche zusätzlich möglich sind. Es gibt auch eine Checkliste und einen Impfkalender. Die Broschüre kann man im Internet auf www.bgv-info-gesundheit.de unter „Infomaterial“ bestellen oder als PDF herunterladen.

Aktuell dreht sich vieles um die Impfung gegen Grippe. Die beste Zeit dafür ist Oktober bis November, es geht aber auch davor oder danach. Doch lassen sich in Deutschland längst nicht alle, denen es empfohlen wird, den Grippeschutz geben. Daher beantragte die Große Koalition, dass auch Apothekerinnen und Apotheker impfen dürfen. Der leichtere Zugang soll ein Anreiz sein. Um den Vorstoß der Politik gibt es viele Diskussionen. ele

Händewaschen nicht vergessen!

Pünktlich mit den kaltregnerischen Herbsttagen beginnt die Erkältungszeit. Im Büro, in der Schule oder in Bus und Bahn wird geschnieft, gehustet und geniest. Eine Garantie, schnupfenfrei durch Herbst und Winter zu kommen, gibt es nicht. Wer sich allerdings an einige einfache Hygieneregeln hält, steigert seine Chancen beträchtlich.

„Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Seife ist das A und O“, rät Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter in Niedersachsen/Bremen. „Das gilt vor allem für alle, die unter Menschen gewesen sind und beispielsweise Türklinken, Treppengeländer, Fahrstuhlknöpfe oder Haltegriffe im öffentlichen Nahverkehr angefasst haben. Entscheidend ist auch, sich nicht die Augen zu reiben oder Mund und Nase zu berühren. Es besteht sonst die Gefahr, dass Erkältungsviren und andere Erreger über die Schleimhäute in den Körper gelangen.“

Wen es trotzdem erwischt, der sollte sich an einige Benimmregeln halten, um seine Mitmenschen zu schützen.  „Auch für Erkältete gilt das regelmäßige Händewaschen, vor allem nach dem Naseputzen“, sagt Reiffen. „Erkältete sollten sich hygienisches Niesen und Husten angewöhnen: Lieber in die Armbeuge als in die Hand, außerdem sind Papiertaschentücher der Stoffvariante vorzuziehen. Ein benutztes Papiertaschentuch gehört nicht in die Hosentasche oder auf den Schreibtisch, sondern in den Müll!“

Auch sollten Erkrankte aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen auf das Händeschütteln verzichten. Reiffen: „Vor allem bei Erkrankungen mit Fieber gilt: Zu Hause bleiben und auskurieren! Wer krank ist, kann keine volle Leistung bringen, weder in der Schule, noch bei der Arbeit. Die Kollegen werden es danken.“

Auch Laien können Leben retten

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand geht es um Minuten. Meist sind es Laien, die Erste Hilfe leisten. Diese sollten sich der Deutschen Herzstiftung zufolge bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auf die Herzdruckmassage beschränken. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung sollten nur Personen anwenden, die hierfür intensiv geschult wurden und diese sicher beherrschen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Pflegenotruf

Das Pflege-Notruftelefon berät Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte bei allen Fragen und Problemen rund um das Thema Pflege, unterstützt bei der Konfliktlösung und vermittelt weiterführende Hilfen.

Alle Anrufe werden vertraulich und auf Wunsch anonym behandelt. Das Pflege-Notruftelefon Niedersachsen ist unabhängig und keiner Behörde oder Einrichtung unterstellt.

Hier finden Sie mehr.

Der neue Pflege-TÜV startet ab November in der stationären Pflege

Der 2009 eingeführte Pflege-TÜV sollte eine Orientierungshilfe für Pflegebedürftige und Angehörige sein. Trotz der bekannten Missstände in der Pflege erreichten die Einrichtungen alle Bestnoten. Durch eine Reform soll der Pflege-TÜV jetzt glaubwürdiger werden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Der Kulturschlüssel

Um bestehende Hürden für Menschen mit Behinderungen abzubauen, haben der Behinderten-Sportverband Niedersachsen und das Forum Artikel 30 UN-BRK / Inklusion in Kultur, Freizeit und Sport den Kulturschlüssel Niedersachsen ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Erleben von Kultur und Sport und eine Begegnung auf Augenhöhe.

Unter der lnternetadresse: www.kulturschluessel-nds.de kann man sich ganz einfach anmelden und findet sehr schnell das passende Angebot.

Neue Webseite des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. Landesvertretung Niedersachsen

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) ist eine Vereinigung von Menschen mit Körperbehinderung. Seine Untergliederung auf Landesebene in Niedersachsen ist gleichermaßen auf allen Ebenen beratend tätig und hat eine neue eigene Webseite, die umfassende Informationen zur Verfügung stellt.

Mehr dazu finden Sie hier.

Terminservice- und Versorgungsgesetz

Das Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz, TSVG) ist am 11. Mai 2019 in Kraft getreten. Der SoVD nahm umfassend Stellung.

Eine Übersicht über die wesentlichen Regelungen finden Sie in hier.

SoVD informiert in aktueller Broschüre über Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderungen

Schwerbehinderte Menschen erhalten bestimmte Leistungen, die ihnen eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen sollen. Nachteile und Mehraufwendungen etwa in den Bereichen Arbeit, Kommunikation oder Mobilität sollen so ausgeglichen oder abgemildert werden. Für den SoVD sind diese Instrumente wichtiger Bestandteil einer modernen Behindertenpolitik. Eine Übersicht über die wichtigsten Hilfestellungen bietet der Verband jetzt in einer neu erschienenen Broschüre. 

Die SoVD-Broschüre "Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung" finden Sie hier.

„Therapiegarten“ Grüne Stunde

Der Verein Grüne Stunde e. V. hat sich 2012 in Bissendorf gegründet. Ziel und Zweck des Vereins ist es, einen Therapiegarten zu betreiben, der auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz oder anderen Handicaps ausgerichtet ist. Die Gartentherapie bietet dem Teilnehmenden die Möglichkeit aus seinem gewohnten Alltag (Seniorenheim, Tagespflege oder häuslicher Pflege) in eine „natürliche“ Umgebung zu treten. Geschulte, ehrenamtliche Mitarbeiter und Gartentherapeuten betreuten stundenweise  pflanzen- und gartenorientierte Aktivitäten, um das soziale, körperliche und psychische Wohlbefinden der Besucher fördern und deren Lebensqualität erhalten.

Der Garten ist ab April 2019 jeden 1. + 3. Samstag im Monat von 14.30 - 16.30 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Psychosoziale Versorgung - Beratungsstellen

Das Büro der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover hat eine Übersicht über Hilfsangebote von Beratungsstellen für Psychosoziale Versorgung herausgegeben.

Hier finden Sie den Flyer.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Als Niedersachsens größter Sozialverband macht sich der SoVD seit vielen Jahren für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung stark – sowohl auf politischer Ebene als auch ganz individuell im Rahmen der Sozialrechtsberatung.

Für Fragen, die über den Rechtsberatungsbedarf hinausgehen, bietet der SoVD zusätzlich mit der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) eine niedrigschwellige Beratung auf Augenhöhe. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Menschen, die von Behinderung bedroht sind. Dabei gibt die EUTB Rat und Orientierung ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen – egal, ob es um Arbeit, Schule, Freizeit, barrierefreies Wohnen oder andere Themen geht.

Das Beste daran: Die EUTB ist kostenlos, barrierefrei und unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Man muss nicht einmal Mitglied im SoVD sein, um die Beratung der EUTB in Anspruch zu nehmen.

Der SoVD hat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Zuschlag für insgesamt neun EUTB-Beratungsstellen in ganz Niedersachsen bekommen.

Standorte und Kontakt.

Ergänzend möchten wir darauf hinweisen, das diesbezügliche Sprechzeiten auch im Rathaus Isernhagen in Altwarmbüchen jeweils am letzten Montag im Monat in der Zeit von 09.30 - 11.30 Uhr vom Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) angeboten werden.

SNUB Beschwerdestelle hilft behinderten Menschen bei Problemen mit Bus und Bahn

Menschen mit Behinderungen, die sich im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht barrierefrei bewegen können oder sich diskriminiert fühlen, aber mit ihrer Beschwerde beim Verkehrsunternehmen kein Gehör finden, können sich ab Januar 2019 an eine landesweite Beschwerdestelle wenden.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat die in Hannover ansässige SNUB – die Nahverkehr-Schlichtungsstelle e.V. – mit den Aufgaben einer zentralen Beschwerde- und Clearingstelle für Barrierefreiheit im ÖPNV betraut. „Die SNUB hat fundiertes Know-how in der Nahverkehrsbranche, gleichzeitig verfügt sie über langjährige Erfahrungen in Schlichtungsverfahren“, begründet LNVG-Chefin Carmen Schwabl die Auswahlentscheidung.

Den politischen Hintergrund für die Betrauung bildet ein Beschluss der niedersächsischen Landesregierung vom 23. Dezember 2016. Das Kabinett hatte zwecks Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einen „Aktionsplan Inklusion“ beschlossen. Im Bereich Mobilität sollte eine Clearing- und Beschwerdestelle für Barrierefreiheit im ÖPNV eingerichtet werden.

Gibt es zum Beispiel für Rollstuhlnutzer keinen barrierefreien Einstieg in den Bus bzw. die Straßenbahn, oder erhalten Fahrgäste mit starker Sehbehinderung während ihrer Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln keine hörbaren Informationen zu den Haltestellen, kümmert sich SNUB um erfolglose Beschwerden und vermittelt gegebenenfalls zwischen Unternehmen und Beschwerdeführer. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. „Das spart Zeit, Geld und Nerven. Auch so manches Klageverfahren erübrigt sich“, unterstreicht SNUB-Schlichterin Claudia Errington. Die Juristin ist seit der Gründung der SNUB im Jahr 2011 mit dabei, verfügt über fundierte Branchenkenntnisse und ist sehr gespannt auf die neuen Herausforderungen.

Gründungsmitglieder der SNUB sind der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie zahlreiche Unternehmen, die in Niedersachsen und Bremen ÖPNV mit Bussen und Stadtbahnen anbieten.

Postalisch erreichbar ist SNUB unter Postfach 6025, 30060 Hannover, über e-mail: mailto:kontakt(at)nahverkehr-snub.de und per Telefax: 0511-1668 96 2000.

Für Beschwerden zu den Bahnhöfen der DB Station & Service AG wie auch zum Nah- und Fernverkehr der DB AG bleibt weiter die Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz in Berlin verantwortlich (e-mail: info(at)schlichtungsstelle-bgg.de, Tel. 030/18527 2805, Fax 0 30 18 527-2901 oder postalisch unter Mauerstraße 53 in 10117 Berlin).

Schwerhörigkeit wird oft erst spät erkannt

Studien belegen, dass Hörgeräte länger geistig fit halten – moderne Apparate ermöglichen Teilhabe

Ob im Restaurant, bei Familienfeiern oder in einfachen Alltagssituationen – wo viele Personen und Nebengeräusche aufeinandertreffen, fällt es Menschen mit Hörminderung oft besonders schwer, Gesprächen zu folgen. Selbst daran teilzunehmen kann für Betroffene eine unüberwindbare Hürde darstellen. Wenn sie unbehandelt bleiben, können Höreinschränkungen deshalb begünstigen, dass Menschen im Alter vereinsamen oder ihre geistigen Fähigkeiten nachlassen. Auch Unfälle und Stürze lassen sich häufig auf ein vermindertes Hörvermögen zurückführen. Hörgeräte können hingegen helfen, geistig länger fit zu bleiben, was auch Studien immer wieder belegen.

Ältere Menschen leiden häufiger als junge Menschen unter Hals-Nasen-Ohren-ärztlichen Problemen, allen voran an der sogenannten Altersschwerhörigkeit. Diese tritt meistens beidseitig auf.

Hörminderung beginnt mit Verlust der höheren Töne
Jeder dritte Mensch im Alter von 65 Jahren ist davon betroffen. Anfangs bezieht sich die Hörstörung nur auf die hohen Frequenzen wie etwa Vogelgezwitscher. Bei fortgeschrittener Schwerhörigkeit fällt es den Betroffenen dann zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen.

Obwohl dies gemeinhin bekannt ist, werden jedoch Hörstörungen im Alter nicht oder erst spät erkannt und behandelt. Dabei spielt eine Rolle, dass Betroffene den schleichenden Hörverlust nicht wahrhaben wollen oder ihre Umgebung die Veränderung nicht erkennt.

Die unbehandelte Hörbeeinträchtigung kann schwerwiegende Folgen haben: Viele ältere Menschen reagieren darauf mit sozialem Rückzug. Die Beeinträchtigung belastet nicht nur die Psyche, was sich in der Entwicklung von Depressionen zeigen kann. Auch die geistigen Fähigkeiten können nachlassen. Entsprechende Studien zeigten immer wieder auf, dass Menschen mit Hörstörungen häufiger eine demenzielle Erkrankung entwickeln.

Hörgeräte können ältere Menschen dabei unterstützen, wieder stärker an der Gesellschaft teilzuhaben. Die heutigen digitalen Geräte sind technisch so ausgereift, dass die meisten Betroffenen sie nach einer schrittweisen Eingewöhnung dann auch regelmäßig nutzen.

Nicht für alle Schwerhörigen ist ein konventionelles Luftleitungshörgerät angemessen und ausreichend, insbesondere wenn die Innenohrschwerhörigkeit sehr weit fortgeschritten ist. Dann können sogenannte Cochlea-Implantate erforderlich werden. Die Geräte, die über ein Mikrofon den Schall aufnehmen und die Signale elektrisch auf den Hörnerv übertragen, wurden eigentlich für taube Kinder entwickelt. Jetzt finden sie auch bei älteren Menschen Verwendung.

Wann sollte man einen Hörtest machen lassen?
Alarmierend: Nach Schätzungen des Bundes für Schwerhörige sind weniger als 50 Prozent der mittel- bis hochgradig Schwerhörigen in Deutschland mit einem Hörgerät versorgt. Doch wann sollte man einen Hörtest machen?
Einige Anhaltspunkte:

  • Sie wurden mehrfach von Familie oder Freunden darauf aufmerksam gemacht, dass Sie schlecht hören.
  • Sie erhöhen die Lautstärke Ihres Fernsehers oder Radios plötzlich mehr als sonst.
  • Bei lauten Umgebungsgeräuschen können Sie kaum einer Unterhaltung folgen.
  • Ihnen kommt es so vor, dass Menschen, mit denen Sie sich unterhalten, undeutlich sprechen, und Sie müssen diese oft um eine Wiederholung bitten.
  • Leises Sprechen können Sie nur schwer verstehen.
  • Sie verstehen Männer- besser als Frauenstimmen.

Ob Sie an einem Hörverlust leiden, kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) diagnostizieren.

Durch einen Hörtest (auch Audiometrie genannt) bestimmt er den eventuellen Grad der Schwerhörigkeit und stellt Ihnen gegebenenfalls eine Bescheinigung darüber aus.

Hörsturz vorbeugen in der Reisesaison

Im Flugzeug Tricks und Maßnahmen anwenden, um das Mittelohr besser zu belüften 

Bald ist Urlaubszeit, und viele Menschen fliegen mit dem Flugzeug zu den Zielen für die oft schönsten Wochen des Jahres. Doch was, wenn nach dem Flug ein störendes Rauschen oder ein anhaltendes Druckgefühl im Ohr die Urlaubsgefühle trübt?
So viel vorab:
Wenn nach einem Flug über einen längeren Zeitraum Probleme auftreten, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

Es passiert vor allem dann, wenn eine Erkältung vorliegt: Reisende erleiden in diesem Fall bei der Landung ein Drucktrauma. Bei einem solchen „Barotrauma“ kann in manchen Fällen sogar ein leichter Innenohrschaden zurückbleiben. Zwar ist in der Regel die Prognose sehr gut, jedoch sollte vorsorglich vor Ort medizinische Behandlung erfolgen.

Ohrenschmerzen werden beim Fliegen meistens von Druckveränderungen ausgelöst. Je höher man sich befindet, desto niedriger wird der Luftdruck. Durch diese Veränderung entsteht Überdruck im Mittelohr, von Betroffenen meist als lästiges „Knacksen“ empfunden.

Vor allem während des Starts und der Landung hilft es, diesen Druck durch Gähnen oder Kaugummikauen auszugleichen. Alternativ kann man sich auch die Nase zuhalten und bei geschlossenem Mund ausatmen. Im Erkältungsfall kann auch ein abschwellendes Nasenspray angewendet werden, um das Mittelohr zu belüften.

Ob Schwimmen eine Gefahr für Tinnitus-Betroffene darstellt, hängt davon ab, ob ihre Trommelfelle intakt sind und sie weder Probleme mit dem Druckausgleich des Mittelohrs noch eine erhöhte Infektbereitschaft haben. Wenn dies alles in Ordnung ist, ist auch gegen Schwimmen nichts einzuwenden.

Rentenlexikon des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales

Bin ich von Altersarmut betroffen?

Hilfreiche Informationen zum Thema Rente bietet auch das Bundesarbeitsministerium mit seinem kleinen "Rentenlexikon".
Dort werden viele Begriffe rund um die Rente erklärt - von A wie Anpassungsformel bis Z wie Zurechnungszeit.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf unseren SoVD-Check: „Wird Altersarmut mein Thema?“ hinweisen.

Dieses Service-Angebot hilft Online-Nutzerinnen und Nutzern praktisch und schnell, ihr persönliches Altersarmutsrisiko einzuschätzen.

Auf der Plattform check.sovd.destellt der Sozialverband Deutschland einen kostenlosen Online-Selbsttest zur Verfügung. Damit will der SoVD helfen, einer verbreiteten Zukunftsangst zu begegnen, zum Kampf gegen Altersarmut beitragen und über das Thema informieren.

Trotz Krankschreibung wieder arbeiten?

Ärztliches Attest ist kein Arbeitsverbot – wer krank ist, gehört nach Hause

Es ist Winterzeit, das Wetter ist häufig nass und kalt. Jetzt haben Erkältungen Hochsaison. Das macht sich auch auf der Arbeit bemerkbar. Nicht selten dauert das Abklingen einer starken Erkältung eine Woche. Doch manchmal ist man auch früher wieder fit, und die Arbeit ruft. Doch darf man dann trotz Krankschreibung früher arbeiten gehen? Zunächst gilt: Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben. Um sich gründlich auszukurieren und auch, um andere nicht anzustecken. Doch braucht es eine "Gesundschreibung“, um früher wieder im Job zu erscheinen?  

Ein paar allgemeine Regelungen vorweg: Grundsätzlich muss der Arbeitgeber bereits am ersten Tag des krankheitsbedingten Fernbleibens formlos informiert werden. Ansonsten droht eine Abmahnung, im Wiederholungsfall kann sogar eine Kündigung erfolgen.  

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss nach dem dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit – also am vierten Tag – vorliegen.
Achtung: Das Wochenende zählt bei dieser Frist mit.  

Außerdem ist der Arbeitgeber berechtigt, von der Vorgabe abzuweichen und schon ab dem ersten Tag eine Bescheinigung zu verlangen. Welche Erkrankung vorliegt, muss nicht aus dem Attest hervorgehen. Trifft die Krankschreibung verspätet ein, darf der Arbeitgeber in diesem Zeitraum die Fortzahlung des Lohnes verweigern. Ist der Arbeitnehmer bereits nach ein oder zwei Tagen wieder fit, obwohl eine Krankschreibung für eine Woche vorliegt, kann die Arbeit früher aufgenommen werden, ohne dass der Arzt erneut aufgesucht wird.  

Natürlich sollte jeder Arbeitnehmer auf seinen Körper und den Arzt hören und keinesfalls krank arbeiten. Rechtlich gesehen ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung jedoch kein Arbeitsverbot, sondern lediglich eine Prognose darüber, wie lange der Arbeitnehmer voraussichtlich nicht arbeiten kann. Zweifelt der Arbeitgeber an der Arbeitsfähigkeit seines Mitarbeiters, kann und muss er eine betriebsärztliche Untersuchung anordnen, bevor der Arbeitnehmer zurück an den Arbeitsplatz kommen darf. 

Bestehen hingegen Zweifel an einer Erkrankung, kann der Arbeitgeber verlangen, dass Mitarbeiter beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen vorstellig werden, um sich dort untersuchen zu lassen. Im Zweifelsfalle kann dann Schadenersatz gefordert werden.

Neues Pflegetagebuch des SoVD

Der SoVD hält für seine Mitglieder viel Infomaterial bereit.

Schon länger ist darunter auch eine Broschüre, die bei der Beurteilung von Pflegebedarf unterstützt: das Pflegetagebuch. Doch mit der Pflegereform 2017 hat sich so viel geändert, dass der Ratgeber komplett neu erstellt wurde. 

Das über 100 Seiten starke SoVD-Pflegetagebuch erklärt nicht nur die wesentlichen Gesetzesänderungen leicht verständlich. Vor allem unterstützt es Pflegebedürftige und Angehörige bei der Selbsteinschätzung. Es hilft dabei, sich auf die Begutachtung, bei der der persönliche Pflegebedarf geprüft wird, vorzubereiten und alles objektiv zu dokumentieren. Der Ratgeber wendet sich direkt an die pflegebedürftigen Menschen statt an Dritte. Er klärt allgemeine Fragen, gibt einen Überblick über die Kassenleistungen und erläutert das Begutachtungsverfahren sowie die Beurteilung.

Es gibt sechs thematische Module nach Punkten, die der Prüfdienst später gewichtet und auswertet. Diese Module und die Kriterien der Einstufung sind Schritt für Schritt beschrieben. Es geht darum, wie selbstständig Pflegebedürftige ihren Alltag bewältigen: je nach Tätigkeit „selbstständig“, „weitgehend selbstständig“, „weitgehend unselbstständig“ oder „unselbstständig“.

Im Pflegetagebuch stehen die Fragen, die die Gutachterin oder der Gutachter – meist vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) – stellen wird. Die Bedeutung der Selbstständigkeits-Kriterien wird für jede Frage erklärt. So kann man über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel zwei Wochen, tägliche Abläufe beobachten und Zutreffendes ankreuzen. Vielleicht tauchen an manchen Tagen auch Besonderheiten auf, die notierenswert sind. Das hilft dabei, die eigene Situation richtig einzuschätzen und Beispiele zu erfassen.  

Das Pflegetagebuch dient als Gedankenstütze, man kann es aber auch der Prüferin bzw. dem Prüfer zeigen. Natürlich kann eine Broschüre keine individuellen Fragen klären; auch nicht Probleme mit einer schon erfolgten Einstufung. Gern helfen hier die Sozialberaterinnen und Sozialberater in den SoVD-Beratungsstellen weiter.

Das Pflegetagebuch finden Sie hier als Download.

Social Media

Facebook, Twitter und Co. sind heutzutage nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, schnell und unkompliziert miteinander in Kontakt zu treten und Neuigkeiten zu teilen.

Auch in einem modernen Dienstleistungsverband wie dem SoVD in Niedersachsen hat sich Social Media längst etabliert. Schauen Sie doch mal vorbei – wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Kommentare!

Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e. V.

Damit die liebevolle Betreuung schwerkranker Kinder und Jugendlicher durch Familie und Freunde im häuslichen Umfeld stattfinden kann, bedarf es einer multiprofessionellen ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Versorgung, die rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Um sich dieser Aufgabe zu stellen, gründeten engagierte Ärzt - Innen, PflegerInnen und Eltern im September 2008 ein Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.

Der gemeinnützige Verein will – gemeinsam mit vielen Partnern – die Situation schwerkranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien in Niedersachsen nachhaltig verbessern und sichern. Dafür wurde das Projekt Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder ins Leben gerufen.

Hier finden Sie nähere Informationen über das Netzwerk.  

Für Ihr Gutes Recht

Wie viele von Ihnen wissen, beraten wir rund um das Sozialrecht. Das heißt, wir helfen, wenn Sie Fragen zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit,
Hartz IV und Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht haben.

Aber was passiert, wenn Sie zum Beispiel Probleme mit Ihrem Arbeitgeber oder Vermieter haben?

Dann empfehlen wir Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die beim SoVD arbeiten und außerdem als Einzelanwälte tätig sind.

Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Strahlenbelastung mit Röntgenpass im Blick behalten

Im Gegensatz zum Impfpass haben die wenigsten einen Röntgenpass. Da der Einsatz von Röntgenstrahlen allerdings wohl dosiert werden sollte, ist ein solcher Pass ratsam, damit Arzt und Patient einen Überblick über die Strahlenmenge haben.

In den Röntgenpass trägt der Arzt die geröntgte Körperregion, die Art der Untersuchung sowie das Datum ein. Um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), den Arzt nach Alternativen zu Röntgenbild und CT zu fragen. Zwar ist die Zahl der Röntgenuntersuchungen in den vergangen Jahren gesunken, in der Zahnmedizin wird sie aber nach wie vor häufig verwendet.

Das BfS bietet den Röntgenpass hier zum Herunterladen als pdf-Dokument an. Außerdem sollte jeder Arzt und jede Krankenkasse das Dokument zur Verfügung stellen. Fragen Sie einfach nach!

Auf der sicheren Seite: Patientenverfügung überprüfen

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) sorgt für Unsicherheit: Nach Meinung der Richter könnten viele Patientenverfügungen in Deutschland ungültig sein, da bestimmte Klauseln zu allgemein formuliert sind.

Wer möchte, dass Angehörige ihn in bestimmten Notsituationen sterben lassen, muss ganz konkrete Maßnahmen beschreiben. So reicht es etwa nicht aus, allgemein auf „lebensverlängernde Maßnahmen“ zu verzichten. Vielmehr müssen diese ganz deutlich benannt werden (zum Beispiel künstliche Ernährung oder Beatmung). Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass die Patientenverfügung unwirksam ist. Deshalb sollte jeder, der ein solches Dokument besitzt, genau hinschauen und sich umfassend beraten lassen – etwa beim SoVD.

„Wir beraten sehr ausführlich und rechtsverbindlich. Mit unserer Patientenverfügung sind die vom BGH geforderten Standards auf alle Fälle erfüllt“, betont Sozialberaterin Katharina Lorenz. Gerade für diesen Punkt nähmen sich die speziell geschulten SoVD-Berater viel Zeit.

Wer eine Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht erstellen lassen möchte, kann sich direkt an sein SoVD-Beratungszentrum wenden. 

Neues Internet-Portal: Hilfe bei der Wahl des Pflegedienstes

Wie finde ich den besten Pflegedienst in meiner Nähe? Wo befindet sich die Klinik, die sich am besten um meine Krankheit kümmern kann? 
Antworten auf diese Fragen gibt es jetzt im Internetportal „Weiße Liste“, das der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit weiteren Partnern wie etwa der Verbraucherzentrale und der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen hat.

Als einziges Portal zeigt die Weiße Liste Nutzern nur die Pflegedienste an, die ihren Wohnort auch tatsächlich anfahren. 
Außerdem kann man auf http://www.weisse-liste.de/ermitteln, welche Dienste spezielle Angebote für Demenzkranke bereithalten oder bei welchen Intensivpflegediensten es noch freie Plätze gibt. Mit dem praktischen Pflegeplaner können Angehörige außerdem eine individuelle Wochenübersicht erstellen.

„Das Portal ist für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besonders wichtig, weil sie sich so auf Basis guter Informationen mit den in Frage kommenden Pflegediensten über die Hilfen austauschen können“, sagt Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V.

Aber auch bei der Arzt- und Krankenhaussuche bietet die Weiße Liste praktische Unterstützung: Der Diagnosen-Dolmetscher erklärt und übersetzt medizinische Fachbegriffe, und mit der Checkliste für den Krankenhausaufenthalt können sich Patienten gezielt auf die Zeit in der Klinik vorbereiten.

Der SoVD in Niedersachsen berät seine Mitglieder nicht nur bei den Themen Pflege und Gesundheit, sondern auch in den Bereichen Behinderung, 
Hartz IV, Rente sowie Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht.

Das SoVD-Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Barrierefreie Arztpraxen – Ein Projekt des Sozialverbandes (SoVD)

Obgleich die freie Arztwahl selbstverständlich ist, gilt sie für Menschen mit Behinderungen nur sehr eingeschränkt. Physische und kommunikationsbezogene Barrieren erschweren die Zugänglichkeit und die Nutzbarkeit von Arztpraxen.

Menschen mit Behinderungen, mit körperlichen und Mobilitätseinschränkungen sind in existenzieller Weise betroffen, wenn ihre ärztliche Versorgung aufgrund von Barrieren eingeschränkt ist. Dies gilt im besonderen Maß für ältere Menschen, die verstärkt ärztliche Hilfe benötigen.

Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. hat in dem Projekt „Barrierefreie Arztpraxen" in städtischen und ländlichen Regionen Niedersachsens Arztpraxen aus Patientensicht in einer Datenbank dokumentiert.

Anhand dieser Datenbank können Sie von nun an Ihren Arzt wohnortnah und gezielt nach Ihren Bedürfnissen hinsichtlich der Barrierefreiheit oder nach dem von Ihnen gesuchten Fachbereich (Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Gynäkologie, HNO, Heilpraktiker, Innere Medizin etc.) auswählen.

Viel Spaß bei der Suche nach dem Arzt Ihrer Wahl und auf http://www.arztpraxen-ohne-barrieren.de

Das BKB Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V. fördert das Projekt „Barrierefreie Arztpraxen" des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V., unterstützt wird es auch von der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Wie barrierefrei ist Ihre Arztpraxis?

In Absprache mit dem Bundeskompetenzzentrum für Barrierefreiheit ist ein Fragenkatalog zur Überprüfung der Arztpraxen auf Barrierefreiheit erarbeitet worden.

Hier können auch Sie sich den Fragebogen als pdf-Dokument herunterladen.

Damit erhalten Sie sogleich die Möglichkeit, sich an dem  Projekt zu beteiligen und mit Hilfe des Fragebogens die Praxis Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin selbst zu beschreiben.

Bitte senden Sie dann den ausgefüllten Fragebogen an den SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. zurück. Wir werden Ihre Angaben überprüfen und in unsere Datenbank einpflegen.

SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.  
Herschelstraße 31
30159 Hannover 
Tel: 0 511 / 70 148 - 0
Fax: 05 11 / 70 148 - 70
Mail: info@sovd-nds.de

Sie helfen uns dadurch, die Liste der Ärztinnen und Ärzte ständig aktuell zu halten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

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Nicht vergessen: Bei Umzug neue Adresse der Rentenversicherung melden

Sollten Sie umziehen, vergessen Sie nicht, Ihre Adresse auch beim Rentenservice der Deutschen Post zu ändern. Wenn Briefe nämlich nicht mehr zugestellt werden können, wird aus Sicherheitsgründen auch die Rentenzahlung gestoppt.

Adressänderungen können Sie in jeder Postfiliale oder unter http://www.rentenservice.de/ vornehmen.