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Gut zu Wissen

Als ehrenamtlich Aktive*r gesetzlich unfallversichert?

Ob Ehrenamtliche bei ihren Aufgaben gesetzlich unfallversichert sind, hängt vom Tätigkeitsbereich ab. Wird diese Bedingung erfüllt, sind sowohl Unfallschäden versichert, die während der ehrenamtlichen Tätigkeit passieren, als auch Wegstrecken zwischen Wohn- und Einsatzort.  Alles, was sonst noch wichtig ist, weiß der SoVD.

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Hinterbliebenenrente: Einkommensfreibeträge angehoben

Rentenplus für Witwen*Witwer: Mit der Anhebung der gesetzlichen Rente zum 1. Juli 2022 steigen auch die Hinterbliebenenrenten – sowie geltende Einkommensfreibeträge. Was sich ändert, welche Einnahmen bei der Anrechnung berücksichtigt werden und wie zusätzliche Einkommen genau angerechnet werden, erklärt der SoVD. Mehr.

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Hilfe bei Vollmachten für den Ernstfall

Schnell kann man in Situationen geraten, in denen man seinen eigenen Willen nicht mehr äußern kann. In solchen Fällen sind eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht wichtig. Sie regeln welche medizinische Behandlung erfolgen oder wie das Vermögen verwendet werden soll. Diese Dokumente rechtsverbindlich zu formulieren, ist allerdings nicht so einfach – viele Dinge müssen dabei beachtet werden. 

Gut informiert mit den Materialien des SoVD:
Broschüre zur Patientenverfügung
und zur Vorsorgevollmacht zum Download.

Wissenswertes rund um das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht finden sie hier.

SoVD-Notfallkarte - Sicherheit für Sie und Ihre Liebsten

Was ist die Notfallkarte?
Die Notfallkarte ist Ihr lebensrettender Weggefährte. Bewahren Sie die Notfallkarte in Ihrer Geldbörse auf, damit Sie Ihren Lebensretter immer dabeihaben.

Welchen Service bietet die Notfallkarte?
Mithilfe der Notfallkarte erhalten Dritte (z. B. Rettungskräfte oder Ärzte) schnellen und umfassenden Zugriff auf Informationen wie z. B.:

• Vorhandene Allergien
• Krankheiten
• Operative Eingriffe
• Einnahme von Medikamenten
• Therapien

Alle Informationen finden Sie hier im Flyer.

Anmeldung und mehr Informationen unter notfallkarte.sovd.de

Ein Leben lang: Rentenansprüche aus Versorgungsausgleich

Im Falle einer Scheidung werden die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche im sogenannten Versorgungsausgleich jeweils zur Hälfte dem*der Ex-Ehepartner*in übertragen. Dieser Anspruch besteht in der Regel ein Leben lang und auch noch nach einer erneuten Eheschließung. Was Betroffene dazu unbedingt wissen sollten, erklärt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Adira.de geht online

Wer als Mensch mit einer Behinderung eine barrierefreie Wohnung sucht, hatte es bislang nicht leicht: Das Angebot war unübersichtlich und nur schwer durchschaubar. Das ändert sich jetzt mit dem Start der Wohnungsplattform „Adira.de“ vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN), die auch tatkräftig vom SoVD unterstützt wird.

Adira.de – die erste Wohnungsplattform dieser Art bietet Rollstuhlfahrenden, aber auch Wohnungssuchenden mit anderen Behinderungsarten die Möglichkeit, gezielt nach barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen zu suchen. Vermieter*innen können auf dem Online-Portal ihre entsprechenden Angebote kostenlos einstellen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Unfallversicherungsschutz für Homeoffice ausgeweitet

Vor Kurzem sind wichtige Änderungen für den Unfallversicherungsschutz im Homeoffice in Kraft getreten. Es sind ab sofort auch Wege im eigenen Haushalt sowie die Begleitung von Kindern zu einer außerhäuslichen Betreuung versichert. Bei Fragen stehen die Berater*innen des SoVD in Niedersachsen zur Verfügung.

Bisher waren Wege im Homeoffice nicht durch einen Unfallversicherungsschutz abgedeckt. Das hat sich mit dem kürzlich in Kraft getretenen Betriebsrätemodernisierungsgesetz geändert. „Das Gesetz enthält zwei Ergänzungen, die Wegstrecken im Homeoffice berücksichtigen. Somit wird eine Gleichbehandlung vom Arbeitsplatz zu Hause und dem im Büro ermöglicht“, erklärt Katharina Lorenz aus dem Beratungszentrum in Hannover.

Zum einen sind die sogenannten Betriebswege nicht mehr nur noch im Büro versichert, sondern auch im eigenen Haushalt. Dies beinhaltet zum Beispiel den Gang zu Toilette oder in die Küche zwecks Nahrungsaufnahme. Zum anderen gilt das Gesetz für Wege, die außer Haus zurückgelegt werden, um Kinder in die Betreuung zu bringen oder dort abzuholen – dabei kann es sich um die eigenen sowie Kinder von Ehe- oder Lebenspartner*innen handeln.

Bei weiteren Fragen zum Thema stehen die Berater*innen des SoVD gerne zur Verfügung. Telefonisch ist der Verband unter 0511 65610721 zu erreichen.

Pflegegrad 1 auch für Menschen mit leichten Einschränkungen

Viele Menschen beantragen einen Pflegegrad erst, wenn sie nicht mehr allein zurechtkommen. Dabei kann der Pflegegrad 1 schon bei leichten Einschränkungen anerkannt werden. Deshalb empfiehlt der SoVD in Niedersachsen Betroffenen, sich schon früher einstufen zu lassen und verrät, was es dabei zu beachten gibt.

Mehr dazu finden Sie hier.

Gesetzlich Krankenversicherte können Angehörige beitragsfrei mitversichern

Unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzlich Krankenversicherte Familienmitglieder beitragsfrei mitversichern. Ob ein Anspruch auf eine Familienversicherung besteht, hängt wesentlich vom monatlichen Einkommen der Person ab, die versichert werden soll.

Welche Voraussetzungen für eine beitragsfreie Versicherung außerdem erfüllt werden müssen, wissen die Berater*innen des SoVD in Niedersachsen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Einfach und bequem: Per App zum EUTB-Wunschtermin

Kostenlos, barrierefrei und unabhängig: Die EUTB berät auf Augenhöhe und hilft Menschen mit Behinderung dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ab sofort können Ratsuchende Ihren Wunschtermin bei der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) schnell und unkompliziert per App vereinbaren.

Über eine Filterfunktion lässt sich dabei je nach Bedarf eine EUTB-Beratungsstelle in der Nähe finden, die besondere Erfahrungen mit spezifischen Teilhabe-Beeinträchtigungen wie Sehbehinderungen oder psychischen Beeinträchtigungen hat. Weiterhin informiert die App über verschiedene Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung – zum Beispiel das Budget für Arbeit oder die Elternassistenz.

Die App „Teilhabeberatung“ steht kostenlos in den App-Stores von Apple und Google bereit.

Der SoVD in Niedersachsen ist Träger von landesweit elf EUTB-Beratungsstellen. Das niedrigschwellige Beratungsangebot auf Augenhöhe richtet sich an Menschen mit Behinderung und Menschen, die von Behinderung bedroht sind, sowie an ihre Angehörigen.

Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe – egal, ob es um Arbeit, Schule, Freizeit, barrierefreies Wohnen oder andere Themen geht.

Verdoppelung des Behinderten-Pauschbetrages

Der SoVD hilft: Steuerliche Erleichterung durch Grad der Behinderung

Der Behinderten-Pauschbetrag wurde verdoppelt. Wie hoch der jeweilige Betrag ausfällt, liegt dabei am Grad der Behinderung. In jedem Fall kann diese Änderung aber eine steuerliche Entlastung für Menschen mit Behinderung bedeuten. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen berät zum Thema.

Durch die Verdoppelung des Behinderten-Pauschbetrages werden Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis jetzt steuerlich mehr entlastet und das schon ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 20. Denn: Der Pauschbetrag ist nach dem GdB gestaffelt und liegt zwischen 384 Euro bei einem GdB von 20 und 2.840 Euro bei einem GdB von 100. Für blinde Menschen ist der Pauschbetrag auf 7.400 Euro gestiegen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Berufskrankheit Corona: Unfallversicherung übernimmt Kosten

Corona kann von der gesetzlichen Unfallversicherung jetzt als Berufskrankheit anerkannt wer-den. Wenn die Voraussetzungen einer Anerkennung erfüllt werden, trägt sie die Kosten für die Rehabilitation und zahlt Rente im Falle dauerhafter Schädigungen durch eine COVID-19-Erkrankung sowie Hinterbliebenenrente im Todesfall – das gilt auch für ehrenamtlich Tätige in dem Bereich.

Die Beraterinnen und Berater des SoVD in Niedersachsen beantworten weitere Fragen zum Thema „Corona als Berufskrankheit“ und bieten eine individuelle Beratung hierzu.

Mehr dazu finden Sie hier.

Übrigens…

… der SoVD ist auch telefonisch unter 0511 65610721 erreichbar.

Bonus für pflegende Rentner

Wer als Rentnerin oder Rentner die häusliche Pflege von Angehörigen übernimmt, kann damit seine Rente aufbessern – das sogenannte Flexi-Rentengesetz macht’s möglich. Wie das genau funktioniert, erklärt der SoVD in Niedersachsen.

„Grundsätzlich kommt es darauf an, ob die häusliche Pflege vor oder nach Erreichen der Regelaltersgrenze geleistet wird“, sagt Katharina Lorenz aus dem SoVD-Beratungszentrum Hannover. Wer vor der Regelaltersgrenze eine vorgezogene Altersrente oder Erwerbsminderungsrente beziehe, für den zahle die Pflegekasse automatisch Rentenbeiträge ein.

„Diese zusätzlichen Beiträge erhöhen dann die Altersrente, die bei Erreichen der Regelaltersgrenze ausgezahlt wird“, erklärt Lorenz. Gleichzeitig ändere sich ab diesem Zeitpunkt jedoch die rechtliche Grundlage für die weitere Beitragseinzahlung: „Ab der Regelaltersgrenze und dem gleichzeitigen Bezug einer Vollrente tritt die Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung ein“, so die SoVD-Beraterin. „Damit die Pflegekasse auch weiterhin in das Rentenkonto des Pflegenden einzahlt, darf dieser also nicht Altersvollrentner sein.“

Die Lösung sei, beim zuständigen Rentenversicherungsträger statt einer Vollrente nur eine Teilrente in Höhe von 99 Prozent zu beantragen. „Indem man so zunächst auf ein Prozent der Regelaltersrente verzichtet, kann man sich als pflegender Angehöriger die zusätzlichen Rentenbeiträge dauerhaft sichern“, macht Lorenz deutlich. Diese Beiträge könnten den Rentenanspruch dann immer mit Wirkung zum 1. Juli des Folgejahres erhöhen.

Wer wissen möchte, wie hoch der Vorteil im Einzelfall ausfällt, kann sich in einem der rund 60 SoVD-Beratungszentren in Niedersachsen beraten lassen. Die Beraterinnen und Berater beantworten alle Fragen rund um das Thema Rente, prüfen die Unterlagen der Ratsuchenden und übernehmen auf Wunsch auch den nötigen Schriftverkehr.

Das SoVD-Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Termine können auch direkt unter der zentralen Rufnummer 0511 65610720 vereinbart werden.

Auch Tote sind steuerpflichtig

Hinterbliebene müssen für Verstorbene die Steuererklärung abgeben.

Der Tod einer*s Angehörigen ist schmerzlich. Doch es kommen auch viele Aufgaben auf die Hinterbliebenen zu. Sie müssen sich nicht nur um Beerdigung, Haushaltsauflösung und Kündigung laufender Verträge kümmern, sondern auch eine ausstehende Steuererklärung des*r Toten abgeben.

War der*die Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes zu einer Steuererklärung für das vergangene oder das laufende Jahr verpflichtet, so geht diese Pflicht auf den Alleinerben oder die Alleinerbin über. Bei einer Erbengemeinschaft müssen die Mitglieder jemanden aus ihrer Mitte damit beauftragen. Für die Einkommensteuererklärung gilt die übliche Abgabefrist, die auf Antrag verlängert werden kann.

Hat der*die Verstorbene als Arbeitnehmer*in monatlich Lohnsteuer bezahlt, ist die Abgabe einer Steuererklärung freiwillig. Dafür gibt es vier Jahre Zeit. Eine freiwillige Steuererklärung lohnt sich, wenn der*die Verstorbene zu viele Steuern im Voraus gezahlt hat. Klarheit können vergangene Steuerbescheide liefern.

Wenn nicht alle erforderlichen Unterlagen und Belege auffindbar sind, kann die*der Erbberechtigte Kopien von Institutionen wie zum Beispiel Banken oder Krankenkassen unter Vorlage des Erbscheins verlangen. Auch alte Steuerbescheide darf das Finanzamt anfordern. Bestand eine Zusammenveranlagung mit dem*der Ehepartner*in, ist dazu das Einverständnis des*der Witwe*rs erforderlich.

Rückzahlungen oder Nachforderungen gehen nach Erbquote an alle Erb*innen und müssen auch bei deren Einkommenssteuererklärungen berücksichtigt werden. Bei einer höheren Rückzahlung kann Erbschaftssteuer fällig werden!

Auch Väter können von der Mütterrente profitieren

SoVD gibt Tipps zur Zuordnung von Erziehungszeiten

Immer mehr Eltern nehmen sich für die Erziehung von Kindern in den ersten Lebensjahren gemeinsam Zeit. Doch solange nichts anderes vereinbart ist, werden die Erziehungszeiten bei der Rente automatisch der Mutter angerechnet. Dabei kann die Zuordnung zum Vater durchaus sinnvoll sein. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hannover erklärt, wie die Mütterrente für Väter funktioniert.

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Was Mieter beachten müssen

Die Gerichte haben in den vergangenen Monaten wieder zahlreiche interessante Fälle zum Mietrecht verhandelt. Hierbei ging es nicht nur um den Tod eines Familienmitgliedes, sondern auch um Vormieter*in-Arbeiten, Mieterhöhungen, den Eigenbedarf und die Auswahl von Personen in einer WG.

Das deutsche Mietrecht nimmt keine Rücksicht auf das Ableben eines Menschen. Im Regelfall endet das Mietverhältnis, wenn eine von zwei Parteien das Mietverhältnis kündigt. Stirbt die mietende Person unerwartet, ist der Mietvertrag in dem Moment jedoch nicht hinfällig. Grundsätzlich treten Familienangehörige des*der Verstorbenen in das Mitverhältnis ein oder es wird mit dem*der überlebenden Ehepartner*in fortgesetzt, der*die gewöhnlich auch den Mietvertrag mitunterzeichnet hat. Der*die Fortlebende hat das Recht, die Wohnung mit der üblich geltenden dreimonatigen Frist zu kündigen, wenn er*sie nach dem Tod der*des Ehepartner*in nicht mehr in der Wohnung leben möchte. Selbst nichtehelich zusammenlebende Menschen, die keine eingetragene Lebenspartnerschaft zu Lebzeiten eingegangen sind, besitzen diese Rechte.

Mehr dazu finden sie hier.

Kostenlose App erleichtert barrierefreies Reisen mit der Deutschen Bahn

Vor genau einem Jahr ging „Hilfeleistung als Service“ oder kurz „HaSe“ an den Start. Reisende mit Mobilitätseinschränkung oder auch Eltern mit Kinderwagen können mithilfe der Anwendung ihre Bahnfahrt schnell und unkompliziert anmelden.

Auch im Jahr 2020 verkehren in Deutschland im Fernverkehr nahezu ausschließlich Züge mit Stufen. Wer beim Ein- und Aussteigen auf Hilfe angewiesen ist, muss diese vorab rechtzeitig bei der Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn beantragen.

Das entsprechende Formular empfinden viele Betroffene dabei jedoch als unnötig kompliziert. Mit wenigen Klicks dagegen können Hilfesuchende unter hase.app ihren entsprechenden Unterstützungsbedarf anmelden. Online erworbene Tickets lassen sich dabei importieren und Änderungen zum aktuellen Status jederzeit anzeigen.

Mitgliedsbescheinigung fürs Finanzamt

Für die steuerliche Berücksichtigung des SoVD-Mitgliedsbeitrages ist eine Bescheinigung nicht nötig. Seit 2017 kann die Steuererklärung ohne Belege und Nachweise abgegeben werden. Diese sind nur noch beizulegen, wenn in den Vordrucken darauf hingewiesen wird. Es reicht die Angabe des SoVD-Beitrages im Mantelbogen. Nachweise für bezahlte Mitgliedsbeiträge wollen die Finanzämter nur noch auf besondere Anforderung sehen.

Bitte helfen Sie uns, unnötigen Aufwand und unnötige Kosten zu vermeiden! Wenn das Finanzamt es ausdrücklich anfordert, schicken wir selbstverständlich eine formelle Bescheinigung zu. Wer auf seine gewohnten Papierbelege nicht verzichten möchte, kann sich hier ein Formular für den vereinfachten Steuernachweis herunterladen, es ausfüllen und gemeinsam mit dem Kontoauszug beim Finanzamt einreichen.

Wie funktioniert ein QR-Code?

So lassen sich die kleinen, schwarz-weißen Symbole entschlüsseln

Die kleinen Quadrate, sogenannte QR-Codes, erobern immer mehr Bereiche unseres Alltags. Man findet sie zum Beispiel in Zeitungen sowie auf Briefen oder Produktverpackungen. Hinter dem merkwürdigen Muster verbergen sich Informationen. Wir erklären Ihnen, wie Sie diese entschlüsseln können.

Ausbau der digitalen Gesundheitsversorgung

Krankenkassen zahlen für Gesundheits-Apps, weniger Zettelwirtschaft beim Arzt und Videosprechstunden

Die Digitalisierung macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt. Im vergangenen Jahr hat der Bundestag das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) beschlossen, das einige Neuerungen bringt. Der SoVD begrüßt digitale Innovationen, die aus Patient*innensicht zu Verbesserungen führen, sieht aber noch Handlungsbedarf insbesondere bei Barrierefreiheit und Datenschutz.

Das Gesetz bringt einige Veränderungen für Patient*innen, aber auch für Ärzt*innen. Ein entscheidender Punkt ist der erleichterte Zugang zu digitalen Gesundheits-Anwendungen. Das können beispielsweise schwangerschaftsbegleitende Apps oder auch Apps für Diabetiker sein. Den Umgang damit hat das Gesundheitsministerium jetzt in der „Digitalen-Gesundheitsanwendungen-Verordnung“ (DiGAV) konkretisiert. Diese Apps kann künftig der Arzt oder die Ärztin verschrieben. die Krankenkasse übernimmt dann die Kosten.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erstellt dafür ein Verzeichnis mit allen erstattungsfähigen Anwendungen. Dabei beachtet es Kriterien wie Funktionstauglichkeit, Sicherheit, Datenschutz und einen positiven Versorgungseffekt. Für eine Anwendung, die in das Verzeichnis aufgenommen wird, zahlt die Krankenkasse.  Der Hersteller muss jedoch nachweisen, dass die App die Versorgung der Patient*innen verbessert.

Mehr erfahren Sie hier.

Nach dem Klinikaufenthalt: Häusliche Krankenpflege kann unterstützen

Wenn es alleine nicht geht

Schnell ist es passiert: Beim Duschen ausgerutscht oder beim Blumen gießen im Garten gestolpert und mit dem Fuß hängen geblieben – ein Oberschenkelhalsbruch ist gerade bei älteren Menschen oft die Folge. In den meisten Fällen heilt der Bruch problemlos und man kommt schnell wieder auf die Beine. Doch was passiert eigentlich, wenn man aus dem Krankenhaus entlassen wird, aber sich zuhause alleine nicht versorgen kann?

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Zu wenig Organspender in Deutschland: SoVD stellt Info-Flyer bereit

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben im Januar über eine Reform der Organspenderegeln abgestimmt. Danach sollen Bürger künftig stärker zu einer Entscheidung bewegt werden. Auch der SoVD wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen.

Rund 9.500 Menschen in Deutschland warten in diesem Augenblick auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Drei von ihnen sterben im Schnitt – pro Tag. Demgegenüber gab es 2018 bundesweit nur 955 Organspender, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Im Vergleich zum historischen Tief im Jahr 2017 ist das zwar ein Anstieg um knapp 20 Prozent, aber immer noch viel zu wenig.

Nach langen Debatten in Politik und Öffentlichkeit über mögliche Lösungen zur Gewinnung von mehr Organspendern hat der Bundestag im Januar eine Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen: Künftig soll die sogenannte erweiterte Entscheidungsregelung gelten. Danach werden alle Bürger regelmäßig gefragt, ob sie Spender sein wollen – zum Beispiel bei der Ausstellung von Personalausweisen oder Führerscheinen.

Auch der SoVD in Niedersachsen will dabei helfen, dass möglichst viele Menschen die Chance auf ein lebensrettendes Spenderorgan erhalten. Hier finden Sie einen Info-Flyer, der neben viel Wissenswertem zum Thema auch einen Organspendeausweis enthält.

Was es bedeutet, depressiv zu sein

Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, finden häufig wenig Verständnis. Zehn Jahre nach dem Freitod des ehemaligen deutschen Torhüters Robert Enke hat die Robert-Enke-Stiftung deshalb ein Projekt zur Enttabuisierung ins Leben gerufen. Mit einer „Virtual-Reality-Brille“ können Nichterkrankte einen Eindruck gewinnen, was es bedeutet, depressiv zu sein.

Die Robert-Enke-Stiftung, gegründet von der Witwe Enkes, unterstützt seit fast einem Jahrzehnt Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Herzkrankheiten von Kindern sowie Depressionskrankheiten aufklären und deren Erforschung oder Behandlung dienen. Die Depressions-Simulation soll vor allem der Prävention dienen und die Krankheit weiter enttabuisieren.

Depression aus der Tabuzone herausholen
Für die Simulation müssen sich die Teilnehmenden eine zehn Kilogramm schwere Bleiweste umhängen. Mit der Brille tauchen sie anschließend in eine niederdrückende Welt ein. Sie befinden sich in einer desolaten Wohnung auf einem Bett hockend,  mit heruntergezogenen Rollos und sind nicht imstande aufzustehen. Dann erleben sie den „Tunnelblick“ in eine Art dunklen Kellerraum mit einem winzigen Licht am Ende – das Gefühl von Leere und Antriebslosigkeit. Und sie hören eine Stimme, die immer tiefer in die Apathie und Resignation zieht: „Ich werde aus diesem Loch nie wieder rauskommen. Ich sehe keinen Ausweg.“ Teresa Enke betont: „Wir möchten damit nicht sagen: So  fühlen alle depressiv Erkrankten.“ Wie ihr verstorbener Mann sich gefühlt habe, sei sogar weitaus schlimmer gewesen. Und depressive Menschen seien nicht 15 Minuten, sondern über Tage, Wochen, Monate in diesem Zustand.

Nicht jeder soll und darf bei dem Projekt die Brille aufsetzen, das sich ausschließlich an Erwachsene und Nichtbetroffene richtet. Für Menschen, die schon einmal depressiv erkrankt gewesen seien oder sich in einer schwierigen Lebensphase befänden, sei die Erfahrung zu belastend, betonen die  Mitarbeitenden der Stiftung. Außerdem könne die Simulation jederzeit unterbrochen werden. Gefühle entstünden durch das, was man denke, betont eine betreuende Psychologin: „Wenn man von sich selber glaubt, man ist nichts wert, jeder andere findet einen auch nicht wertvoll – und dann glaubt, das ändert sich nicht, wie kommen Sie dann dazwischen?
Das ist Depression.“

Die Botschaft: Depression ist behandel- und heilbar
Mit mehr als vier Millionen Betroffenen in Deutschland und ca. 10.000 Suiziden im Jahr ist Depression eine Volkskrankheit. Sie kann tödlich enden, ist aber vergleichsweise gut behandel- und auch heilbar, insbesondere wenn sie früh erkannt wird. Vor allem diese Botschaft möchte Teresa Enke verbreiten.

Die virtuelle „Depressions“- Erfahrung endet deshalb auch nicht in dem bedrückenden, tunnelartigen Kellerloch, sondern in einem hellen Raum mit schönen, freundlichen Bildern. Danach wird über das Gefühlte und Erlebte gesprochen. Auch das kann schon helfen. veo

Neuer Ratgeber speziell für Personen mit geschwächtem Immunsystem

Das Thema Impfen betrachten viele Menschen in Deutschland mit Skepsis. Doch gibt es manche Impfungen, die nicht strittig sind. Und für einen besonderen Personenkreis empfehlen Ratgeber und offizielle Stellen sie dringend: nämlich für Menschen, deren Abwehrkräfte geschwächt sind.

Denn mit einigen Erregern wird zwar ein gesundes Immunsystem fertig, aber für manche Menschen sind sie gefährlich. Über Standards wie Röteln oder Tetanus hinaus empfiehlt die STIKO, die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut, etwa für Grippe (Influenza), Lungenentzündung (Pneumokokken), Hirnhautentzündung (Meningokokken) und Gürtelrose (Herpes zoster): Menschen mit Grunderkrankungen oder in bestimmten Lebensphasen sollten sich impfen lassen. Dazu zählen schwangere Frauen oder solche mit Kinderwunsch, Ältere und Menschen mit chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Asthma oder COPD.

Einen neuen Ratgeber extra für diesen Personenkreis veröffentlichte der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e. V.: „Impfschutz. Empfehlungen für Personen mit geschwächtem Immunsystem“ erklärt, wie Impfungen funktionieren, welche Standard und welche zusätzlich möglich sind. Es gibt auch eine Checkliste und einen Impfkalender. Die Broschüre kann man im Internet auf www.bgv-info-gesundheit.de unter „Infomaterial“ bestellen oder als PDF herunterladen.

Aktuell dreht sich vieles um die Impfung gegen Grippe. Die beste Zeit dafür ist Oktober bis November, es geht aber auch davor oder danach. Doch lassen sich in Deutschland längst nicht alle, denen es empfohlen wird, den Grippeschutz geben. Daher beantragte die Große Koalition, dass auch Apothekerinnen und Apotheker impfen dürfen. Der leichtere Zugang soll ein Anreiz sein. Um den Vorstoß der Politik gibt es viele Diskussionen. ele

Händewaschen nicht vergessen!

Pünktlich mit den kaltregnerischen Herbsttagen beginnt die Erkältungszeit. Im Büro, in der Schule oder in Bus und Bahn wird geschnieft, gehustet und geniest. Eine Garantie, schnupfenfrei durch Herbst und Winter zu kommen, gibt es nicht. Wer sich allerdings an einige einfache Hygieneregeln hält, steigert seine Chancen beträchtlich.

„Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Seife ist das A und O“, rät Dr. Hans-Peter Reiffen, Landesarzt der Johanniter in Niedersachsen/Bremen. „Das gilt vor allem für alle, die unter Menschen gewesen sind und beispielsweise Türklinken, Treppengeländer, Fahrstuhlknöpfe oder Haltegriffe im öffentlichen Nahverkehr angefasst haben. Entscheidend ist auch, sich nicht die Augen zu reiben oder Mund und Nase zu berühren. Es besteht sonst die Gefahr, dass Erkältungsviren und andere Erreger über die Schleimhäute in den Körper gelangen.“

Wen es trotzdem erwischt, der sollte sich an einige Benimmregeln halten, um seine Mitmenschen zu schützen.  „Auch für Erkältete gilt das regelmäßige Händewaschen, vor allem nach dem Naseputzen“, sagt Reiffen. „Erkältete sollten sich hygienisches Niesen und Husten angewöhnen: Lieber in die Armbeuge als in die Hand, außerdem sind Papiertaschentücher der Stoffvariante vorzuziehen. Ein benutztes Papiertaschentuch gehört nicht in die Hosentasche oder auf den Schreibtisch, sondern in den Müll!“

Auch sollten Erkrankte aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen auf das Händeschütteln verzichten. Reiffen: „Vor allem bei Erkrankungen mit Fieber gilt: Zu Hause bleiben und auskurieren! Wer krank ist, kann keine volle Leistung bringen, weder in der Schule, noch bei der Arbeit. Die Kollegen werden es danken.“

Auch Laien können Leben retten

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand geht es um Minuten. Meist sind es Laien, die Erste Hilfe leisten. Diese sollten sich der Deutschen Herzstiftung zufolge bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auf die Herzdruckmassage beschränken. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung sollten nur Personen anwenden, die hierfür intensiv geschult wurden und diese sicher beherrschen.

Mehr dazu finden Sie hier.

Pflegenotruf

Das Pflege-Notruftelefon berät Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte bei allen Fragen und Problemen rund um das Thema Pflege, unterstützt bei der Konfliktlösung und vermittelt weiterführende Hilfen.

Alle Anrufe werden vertraulich und auf Wunsch anonym behandelt. Das Pflege-Notruftelefon Niedersachsen ist unabhängig und keiner Behörde oder Einrichtung unterstellt.

Hier finden Sie mehr.

Neue Webseite des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. Landesvertretung Niedersachsen

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) ist eine Vereinigung von Menschen mit Körperbehinderung. Seine Untergliederung auf Landesebene in Niedersachsen ist gleichermaßen auf allen Ebenen beratend tätig und hat eine neue eigene Webseite, die umfassende Informationen zur Verfügung stellt.

Mehr dazu finden Sie hier.

SoVD informiert in aktueller Broschüre über Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderungen

Schwerbehinderte Menschen erhalten bestimmte Leistungen, die ihnen eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen sollen. Nachteile und Mehraufwendungen etwa in den Bereichen Arbeit, Kommunikation oder Mobilität sollen so ausgeglichen oder abgemildert werden. Für den SoVD sind diese Instrumente wichtiger Bestandteil einer modernen Behindertenpolitik. Eine Übersicht über die wichtigsten Hilfestellungen bietet der Verband jetzt in einer neu erschienenen Broschüre. 

Die SoVD-Broschüre "Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung" finden Sie hier.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Als Niedersachsens größter Sozialverband macht sich der SoVD seit vielen Jahren für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung stark – sowohl auf politischer Ebene als auch ganz individuell im Rahmen der Sozialrechtsberatung.

Für Fragen, die über den Rechtsberatungsbedarf hinausgehen, bietet der SoVD zusätzlich mit der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) eine niedrigschwellige Beratung auf Augenhöhe. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und Menschen, die von Behinderung bedroht sind. Dabei gibt die EUTB Rat und Orientierung ganz nach den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen – egal, ob es um Arbeit, Schule, Freizeit, barrierefreies Wohnen oder andere Themen geht.

Das Beste daran: Die EUTB ist kostenlos, barrierefrei und unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Man muss nicht einmal Mitglied im SoVD sein, um die Beratung der EUTB in Anspruch zu nehmen.

Der SoVD hat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Zuschlag für insgesamt neun EUTB-Beratungsstellen in ganz Niedersachsen bekommen.

Standorte und Kontakt.

Ergänzend möchten wir darauf hinweisen, das diesbezügliche Sprechzeiten auch im Rathaus Isernhagen in Altwarmbüchen jeweils am letzten Montag im Monat in der Zeit von 09.30 - 11.30 Uhr vom Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) angeboten werden.

Schwerhörigkeit wird oft erst spät erkannt

Studien belegen, dass Hörgeräte länger geistig fit halten – moderne Apparate ermöglichen Teilhabe

Ob im Restaurant, bei Familienfeiern oder in einfachen Alltagssituationen – wo viele Personen und Nebengeräusche aufeinandertreffen, fällt es Menschen mit Hörminderung oft besonders schwer, Gesprächen zu folgen. Selbst daran teilzunehmen kann für Betroffene eine unüberwindbare Hürde darstellen. Wenn sie unbehandelt bleiben, können Höreinschränkungen deshalb begünstigen, dass Menschen im Alter vereinsamen oder ihre geistigen Fähigkeiten nachlassen. Auch Unfälle und Stürze lassen sich häufig auf ein vermindertes Hörvermögen zurückführen. Hörgeräte können hingegen helfen, geistig länger fit zu bleiben, was auch Studien immer wieder belegen.

Ältere Menschen leiden häufiger als junge Menschen unter Hals-Nasen-Ohren-ärztlichen Problemen, allen voran an der sogenannten Altersschwerhörigkeit. Diese tritt meistens beidseitig auf.

Hörminderung beginnt mit Verlust der höheren Töne
Jeder dritte Mensch im Alter von 65 Jahren ist davon betroffen. Anfangs bezieht sich die Hörstörung nur auf die hohen Frequenzen wie etwa Vogelgezwitscher. Bei fortgeschrittener Schwerhörigkeit fällt es den Betroffenen dann zunehmend schwerer, Gesprächen zu folgen.

Obwohl dies gemeinhin bekannt ist, werden jedoch Hörstörungen im Alter nicht oder erst spät erkannt und behandelt. Dabei spielt eine Rolle, dass Betroffene den schleichenden Hörverlust nicht wahrhaben wollen oder ihre Umgebung die Veränderung nicht erkennt.

Die unbehandelte Hörbeeinträchtigung kann schwerwiegende Folgen haben: Viele ältere Menschen reagieren darauf mit sozialem Rückzug. Die Beeinträchtigung belastet nicht nur die Psyche, was sich in der Entwicklung von Depressionen zeigen kann. Auch die geistigen Fähigkeiten können nachlassen. Entsprechende Studien zeigten immer wieder auf, dass Menschen mit Hörstörungen häufiger eine demenzielle Erkrankung entwickeln.

Hörgeräte können ältere Menschen dabei unterstützen, wieder stärker an der Gesellschaft teilzuhaben. Die heutigen digitalen Geräte sind technisch so ausgereift, dass die meisten Betroffenen sie nach einer schrittweisen Eingewöhnung dann auch regelmäßig nutzen.

Nicht für alle Schwerhörigen ist ein konventionelles Luftleitungshörgerät angemessen und ausreichend, insbesondere wenn die Innenohrschwerhörigkeit sehr weit fortgeschritten ist. Dann können sogenannte Cochlea-Implantate erforderlich werden. Die Geräte, die über ein Mikrofon den Schall aufnehmen und die Signale elektrisch auf den Hörnerv übertragen, wurden eigentlich für taube Kinder entwickelt. Jetzt finden sie auch bei älteren Menschen Verwendung.

Wann sollte man einen Hörtest machen lassen?
Alarmierend: Nach Schätzungen des Bundes für Schwerhörige sind weniger als 50 Prozent der mittel- bis hochgradig Schwerhörigen in Deutschland mit einem Hörgerät versorgt. Doch wann sollte man einen Hörtest machen?
Einige Anhaltspunkte:

  • Sie wurden mehrfach von Familie oder Freunden darauf aufmerksam gemacht, dass Sie schlecht hören.
  • Sie erhöhen die Lautstärke Ihres Fernsehers oder Radios plötzlich mehr als sonst.
  • Bei lauten Umgebungsgeräuschen können Sie kaum einer Unterhaltung folgen.
  • Ihnen kommt es so vor, dass Menschen, mit denen Sie sich unterhalten, undeutlich sprechen, und Sie müssen diese oft um eine Wiederholung bitten.
  • Leises Sprechen können Sie nur schwer verstehen.
  • Sie verstehen Männer- besser als Frauenstimmen.

Ob Sie an einem Hörverlust leiden, kann ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) diagnostizieren.

Durch einen Hörtest (auch Audiometrie genannt) bestimmt er den eventuellen Grad der Schwerhörigkeit und stellt Ihnen gegebenenfalls eine Bescheinigung darüber aus.

Hörsturz vorbeugen in der Reisesaison

Im Flugzeug Tricks und Maßnahmen anwenden, um das Mittelohr besser zu belüften 

Bald ist Urlaubszeit, und viele Menschen fliegen mit dem Flugzeug zu den Zielen für die oft schönsten Wochen des Jahres. Doch was, wenn nach dem Flug ein störendes Rauschen oder ein anhaltendes Druckgefühl im Ohr die Urlaubsgefühle trübt?
So viel vorab:
Wenn nach einem Flug über einen längeren Zeitraum Probleme auftreten, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden.

Es passiert vor allem dann, wenn eine Erkältung vorliegt: Reisende erleiden in diesem Fall bei der Landung ein Drucktrauma. Bei einem solchen „Barotrauma“ kann in manchen Fällen sogar ein leichter Innenohrschaden zurückbleiben. Zwar ist in der Regel die Prognose sehr gut, jedoch sollte vorsorglich vor Ort medizinische Behandlung erfolgen.

Ohrenschmerzen werden beim Fliegen meistens von Druckveränderungen ausgelöst. Je höher man sich befindet, desto niedriger wird der Luftdruck. Durch diese Veränderung entsteht Überdruck im Mittelohr, von Betroffenen meist als lästiges „Knacksen“ empfunden.

Vor allem während des Starts und der Landung hilft es, diesen Druck durch Gähnen oder Kaugummikauen auszugleichen. Alternativ kann man sich auch die Nase zuhalten und bei geschlossenem Mund ausatmen. Im Erkältungsfall kann auch ein abschwellendes Nasenspray angewendet werden, um das Mittelohr zu belüften.

Ob Schwimmen eine Gefahr für Tinnitus-Betroffene darstellt, hängt davon ab, ob ihre Trommelfelle intakt sind und sie weder Probleme mit dem Druckausgleich des Mittelohrs noch eine erhöhte Infektbereitschaft haben. Wenn dies alles in Ordnung ist, ist auch gegen Schwimmen nichts einzuwenden.

Rentenlexikon des Bundesarbeitsministeriums für Arbeit und Soziales

Bin ich von Altersarmut betroffen?

Hilfreiche Informationen zum Thema Rente bietet auch das Bundesarbeitsministerium mit seinem kleinen "Rentenlexikon".
Dort werden viele Begriffe rund um die Rente erklärt - von A wie Anpassungsformel bis Z wie Zurechnungszeit.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf unseren SoVD-Check: „Wird Altersarmut mein Thema?“ hinweisen.

Dieses Service-Angebot hilft Online-Nutzerinnen und Nutzern praktisch und schnell, ihr persönliches Altersarmutsrisiko einzuschätzen.

Auf der Plattform check.sovd.destellt der Sozialverband Deutschland einen kostenlosen Online-Selbsttest zur Verfügung. Damit will der SoVD helfen, einer verbreiteten Zukunftsangst zu begegnen, zum Kampf gegen Altersarmut beitragen und über das Thema informieren.

Neues Pflegetagebuch des SoVD

Der SoVD hält für seine Mitglieder viel Infomaterial bereit.

Schon länger ist darunter auch eine Broschüre, die bei der Beurteilung von Pflegebedarf unterstützt: das Pflegetagebuch. Doch mit der Pflegereform 2017 hat sich so viel geändert, dass der Ratgeber komplett neu erstellt wurde. 

Das über 100 Seiten starke SoVD-Pflegetagebuch erklärt nicht nur die wesentlichen Gesetzesänderungen leicht verständlich. Vor allem unterstützt es Pflegebedürftige und Angehörige bei der Selbsteinschätzung. Es hilft dabei, sich auf die Begutachtung, bei der der persönliche Pflegebedarf geprüft wird, vorzubereiten und alles objektiv zu dokumentieren. Der Ratgeber wendet sich direkt an die pflegebedürftigen Menschen statt an Dritte. Er klärt allgemeine Fragen, gibt einen Überblick über die Kassenleistungen und erläutert das Begutachtungsverfahren sowie die Beurteilung.

Es gibt sechs thematische Module nach Punkten, die der Prüfdienst später gewichtet und auswertet. Diese Module und die Kriterien der Einstufung sind Schritt für Schritt beschrieben. Es geht darum, wie selbstständig Pflegebedürftige ihren Alltag bewältigen: je nach Tätigkeit „selbstständig“, „weitgehend selbstständig“, „weitgehend unselbstständig“ oder „unselbstständig“.

Im Pflegetagebuch stehen die Fragen, die die Gutachterin oder der Gutachter – meist vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) – stellen wird. Die Bedeutung der Selbstständigkeits-Kriterien wird für jede Frage erklärt. So kann man über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel zwei Wochen, tägliche Abläufe beobachten und Zutreffendes ankreuzen. Vielleicht tauchen an manchen Tagen auch Besonderheiten auf, die notierenswert sind. Das hilft dabei, die eigene Situation richtig einzuschätzen und Beispiele zu erfassen.  

Das Pflegetagebuch dient als Gedankenstütze, man kann es aber auch der Prüferin bzw. dem Prüfer zeigen. Natürlich kann eine Broschüre keine individuellen Fragen klären; auch nicht Probleme mit einer schon erfolgten Einstufung. Gern helfen hier die Sozialberaterinnen und Sozialberater in den SoVD-Beratungsstellen weiter.

Das Pflegetagebuch finden Sie hier als Download.

Social Media

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Organisationen rund um die Themen Inklusion und soziale Gerechtigkeit können Sie hier lesen und kommentieren. Außerdem erfahren Sie von besonderen Aktionen, die unsere SoVD-Ehrenamtlichen in Niedersachsen realisiert haben.

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Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e. V.

Damit die liebevolle Betreuung schwerkranker Kinder und Jugendlicher durch Familie und Freunde im häuslichen Umfeld stattfinden kann, bedarf es einer multiprofessionellen ärztlichen, pflegerischen und psychosozialen Versorgung, die rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Um sich dieser Aufgabe zu stellen, gründeten engagierte Ärzt - Innen, PflegerInnen und Eltern im September 2008 ein Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.

Der gemeinnützige Verein will – gemeinsam mit vielen Partnern – die Situation schwerkranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien in Niedersachsen nachhaltig verbessern und sichern. Dafür wurde das Projekt Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder ins Leben gerufen.

Hier finden Sie nähere Informationen über das Netzwerk.  

Für Ihr Gutes Recht

Wie viele von Ihnen wissen, beraten wir rund um das Sozialrecht. Das heißt, wir helfen, wenn Sie Fragen zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit,
Hartz IV und Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht haben.

Aber was passiert, wenn Sie zum Beispiel Probleme mit Ihrem Arbeitgeber oder Vermieter haben?

Dann empfehlen wir Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die beim SoVD arbeiten und außerdem als Einzelanwälte tätig sind.

Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Strahlenbelastung mit Röntgenpass im Blick behalten

Im Gegensatz zum Impfpass haben die wenigsten einen Röntgenpass. Da der Einsatz von Röntgenstrahlen allerdings wohl dosiert werden sollte, ist ein solcher Pass ratsam, damit Arzt und Patient einen Überblick über die Strahlenmenge haben.

In den Röntgenpass trägt der Arzt die geröntgte Körperregion, die Art der Untersuchung sowie das Datum ein. Um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), den Arzt nach Alternativen zu Röntgenbild und CT zu fragen. Zwar ist die Zahl der Röntgenuntersuchungen in den vergangen Jahren gesunken, in der Zahnmedizin wird sie aber nach wie vor häufig verwendet.

Das BfS bietet den Röntgenpass hier zum Herunterladen als pdf-Dokument an. Außerdem sollte jeder Arzt und jede Krankenkasse das Dokument zur Verfügung stellen. Fragen Sie einfach nach!

Auf der sicheren Seite: Patientenverfügung überprüfen

Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) sorgt für Unsicherheit: Nach Meinung der Richter könnten viele Patientenverfügungen in Deutschland ungültig sein, da bestimmte Klauseln zu allgemein formuliert sind.

Wer möchte, dass Angehörige ihn in bestimmten Notsituationen sterben lassen, muss ganz konkrete Maßnahmen beschreiben. So reicht es etwa nicht aus, allgemein auf „lebensverlängernde Maßnahmen“ zu verzichten. Vielmehr müssen diese ganz deutlich benannt werden (zum Beispiel künstliche Ernährung oder Beatmung). Ist dies nicht der Fall, kann es sein, dass die Patientenverfügung unwirksam ist. Deshalb sollte jeder, der ein solches Dokument besitzt, genau hinschauen und sich umfassend beraten lassen – etwa beim SoVD.

„Wir beraten sehr ausführlich und rechtsverbindlich. Mit unserer Patientenverfügung sind die vom BGH geforderten Standards auf alle Fälle erfüllt“, betont Sozialberaterin Katharina Lorenz. Gerade für diesen Punkt nähmen sich die speziell geschulten SoVD-Berater viel Zeit.

Wer eine Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht erstellen lassen möchte, kann sich direkt an sein SoVD-Beratungszentrum wenden. 

Neues Internet-Portal: Hilfe bei der Wahl des Pflegedienstes

Wie finde ich den besten Pflegedienst in meiner Nähe? Wo befindet sich die Klinik, die sich am besten um meine Krankheit kümmern kann? 
Antworten auf diese Fragen gibt es jetzt im Internetportal „Weiße Liste“, das der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit weiteren Partnern wie etwa der Verbraucherzentrale und der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen hat.

Als einziges Portal zeigt die Weiße Liste Nutzern nur die Pflegedienste an, die ihren Wohnort auch tatsächlich anfahren. 
Außerdem kann man auf http://www.weisse-liste.de/ermitteln, welche Dienste spezielle Angebote für Demenzkranke bereithalten oder bei welchen Intensivpflegediensten es noch freie Plätze gibt. Mit dem praktischen Pflegeplaner können Angehörige außerdem eine individuelle Wochenübersicht erstellen.

„Das Portal ist für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen besonders wichtig, weil sie sich so auf Basis guter Informationen mit den in Frage kommenden Pflegediensten über die Hilfen austauschen können“, sagt Adolf Bauer, Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V.

Aber auch bei der Arzt- und Krankenhaussuche bietet die Weiße Liste praktische Unterstützung: Der Diagnosen-Dolmetscher erklärt und übersetzt medizinische Fachbegriffe, und mit der Checkliste für den Krankenhausaufenthalt können sich Patienten gezielt auf die Zeit in der Klinik vorbereiten.

Der SoVD in Niedersachsen berät seine Mitglieder nicht nur bei den Themen Pflege und Gesundheit, sondern auch in den Bereichen Behinderung, 
Hartz IV, Rente sowie Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht.

Das SoVD-Beratungszentrum in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Nicht vergessen: Bei Umzug neue Adresse der Rentenversicherung melden

Sollten Sie umziehen, vergessen Sie nicht, Ihre Adresse auch beim Rentenservice der Deutschen Post zu ändern. Wenn Briefe nämlich nicht mehr zugestellt werden können, wird aus Sicherheitsgründen auch die Rentenzahlung gestoppt.

Adressänderungen können Sie in jeder Postfiliale oder unter http://www.rentenservice.de/ vornehmen.